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Mittwoch, 10. November 2010

Beziehungen und Freundschaft, Hingabe und Liebe -2. Teil-

2. Wir brauchen Freundschaften.

Die ganze Bibel spricht davon!
David und Jonathan: „Er liebte ihn, wie sein eigenes Leben.“

Prediger 4,9-10
9 Zwei sind allemal besser dran als einer allein. Wenn zwei zusammenarbeiten, bringen sie es eher zu etwas.
10 Wenn zwei unterwegs sind und hinfallen, dann helfen sie einander wieder auf die Beine. Aber wer allein geht und hinfällt, ist übel dran, weil niemand ihm helfen kann.

Warum ist Jesus gekommen?
Um uns zu versöhnen! Um uns zu Freunden zu machen!

Freunde
Ø     Leute, die dich lieben so wie du bist.
Ø     Die dich wirklich kennen.
Ø     Die für dich da sind.
Ø     Die dich lieben.
Ø     Mit denen du Spaß hast.
Ø     Die für dich beten.
Ø     Die nicht nur nehmen, sondern geben
Ø     Die dich kritisieren dürfen und auf deren Ratschlag du hörst. Die du darin ernst nimmst.
Ø     Denen du Rechenschaft gibst, wenn du gesündigt hast.

Und natürlich: für die du all das auch tust!

Das Wort Freund ist so ausgeleiert, weil wir es für alles und nichts benutzen.

Wer ist wirklich für dich da?
Ø     Wenn du hinfällst?
Ø     Wenn du gerade nichts auf die Reihe bekommst?
Ø     Wenn dich niemand bejubelt?
Ø     Wenn du Mist gebaut hast? „Echt so was machst du? Ist ja ekelig! Igitt!“
Ø     Wenn du Korrektur brauchst? Wer ist ehrlich zu dir? Dürfen Leute überhaupt ehrlich zu dir sein oder schickst du sie dann in die Wüste? Dann hast du keine Freunde.
Ø     Wenn du mal wirklich Hilfe brauchst?
Ø     Wer betet für dich?

Paulus sagt:
„Ich bete Tag und Nacht für dich.“
„Ich denke an dich.“
„Ich wünsche dir Gnade und Frieden und Barmherzigkeit.“
„Du bedeutest mir viel.“
„Mit dir will ich nochmal Kontakt aufnehmen, bevor ich sterbe.“

Liebe bekommt ihre Kraft nicht durchs nehmen und fordern, sondern  durchs geben, durch Hingabe - bis hin zur Selbstaufgabe.

Das Geheimnis: ich gebe hin, ich gebe auf, ich bin bereit zu leiden, ich halte manchmal aus, ich bin geduldig, ich verzeihe, ich opfere…

Das ist ein radikaler Gegenentwurf zur Gesellschaft.

Meine Situation ist jetzt nicht so wichtig.
Ø     DU bedeutest mir was.
Ø     DU bist wichtig.
Ø     FÜR DICH bete ich.
Ø     AN DICH denke ich.
Ø     DICH würde ich gerne sehen. DAS wäre Freude.
Ø     DAS gibt mir Kraft. DAS erfüllt mich.

DESWEGEN schreibe ich, obwohl ich im Gefängnis sitze, einen Brief AN DICH.

Wie geht das?
Wie kann ich Beziehungen leben?
Wie kann ich tiefe Freundschaften erleben?
Wie kann ich mich hingeben?
Wie geht das?

Das, was wir am meisten brauchen, ist gleichzeitig das,
was uns am meisten verletzt.

Selbst die besten Beziehungen und Freundschaften sind oft harte Arbeit, kriegen einen Knacks, verlieren dieses aufregende Moment, werden gewöhnlich, etc.

Echte Hingabe und Liebe

Pures Pflichtgefühl, wird niemals dafür sorgen, dass wir tiefe Beziehungen leben

Du kannst nicht
Ø     für jeden da sein.
Ø     mit jedem befreundet sein.
Ø     Du kannst das nicht durch pures zwingen und Pflichterfüllung hinkriegen
Aber du kannst was tun!

Du musst dafür sorgen, dass dein Herz, alles was du bist, satt ist bei Gott!
Und wenn du feststellst, dass es nicht so ist, kannst du beten, dass Gott dir vergibt und dass er dein Herz füllt.

Was kannst du beten?! DER Unterschied.
Ø     Diese Leute verdienen was Besseres, als einen müden unmotivierten Typen
Ø     Mein Arbeitsplatz verdient was Besseres, als noch jemand der alle fertig macht und über das Leben und die Gesellschaft klagt.
Ø     Mein Arbeitsplatz verdient was Besseres, als jemanden der versucht nett zu sein, obwohl er es gar nicht so meint.
Ø     Meine Freunde verdienen was Besseres, als einen nachtragenden Menschen, der dankbar ist, wenn er was in den falschen Hals bekommen darf und keine Kritik annimmt.
Ø     Gott, du verdienst was Besseres, als jemanden, der aus Pflichterfüllung und unter Magenschmerzen Geld spendet.
Ø     Meine Gemeinde verdient was Besseres, als einen unmotivierten, abgelöschten Pessimisten, der sich aus Pflicht in den Gottesdienst schleppt und seinen Dienst tut.
Ø     Meine Freunde verdienen was Besseres, als jemanden, der sie nur anruft, weil er denkt: muss ja mal wieder sein.
Ø     Meine Stadt verdient was Besseres, als einen Kerl, der gelangweilt in der Stadt steht und Traktate verteilt, weil er denkt, es wäre mal wieder seine Pflicht zu evangelisieren.


Drei Fragen zum Schluss und zur Selbstprüfung:

Wie sehen deine Beziehungen aus?
Ø     Wie lebst du Beziehungen? Worauf baust du sie auf?
Ø     Bist du so zufrieden in Gott, so gesättigt, dass du liebst?

Welchen Menschen gibst du dein Leben hin?
Ø     Denk an deine Nachbarn, deine Arbeit, deine Freunde, deine Familie, deinen Ehepartner, deine Bekanntschaften…
Ø     Wem gibst du dein Leben hin?
Ø     Bittest du Gott dich zu füllen, damit du geben kannst?
Ø     Ist dir das wichtig?
Ø     Verzeihst du oder bist du nachtragend?
Ø     Sind für dich immer andere Menschen schuld und müssten mehr tun? Hätten mehr tun sollen?
Ø     Ist das Leben so ungerecht, dass du jetzt mal an dich denken musst?
Ø     Gibst du Gottes Leuten dein Leben hin? Lässt du dich so sättigen, dass du seine Gemeinde liebst oder sitzt du destruktiv und unmotiviert in der Gegend rum? Es wird nie besser. Kann ich dir versprechen. Es wird höchstens in dir besser.
Ø     Wem in dieser Stadt gibst du dein Leben hin, weil du satt bist und auf die Belohnung im Himmel schaust? Glaubst du, dass sich das lohnt?
Ø     Wem gibst du dein Leben hin? Für wen gibst du dein Leben auf?

Hast du Freunde?
Ø     Hast du Menschen, wie Paulus, die du lieb hast; die dir wichtig sind?
Ø     Freundschaften kann man nicht machen. Du wirst nur wenige wirklich gute Freunde haben. Aber betest du, dass Gott sie dir schenkt?
Ø     Investierst du in Freunde? Teilst du dein Leben mit ihnen?
Ø     Betest du für sie? Und wissen sie das?
Ø     Wissen diese Menschen, was sie dir bedeuten?
Ø     Denkst du an sie? Unterstützt du sie?
Ø     Dürfen sie dich in Frage stellen und dich kritisieren?
Ø     Hast du Freunde, die deine dunkelsten Punkte kennen, die nie jemand rauskriegen darf? Und kennst du ihre?
Ø     Betet ihr um Vergebung und sprecht euch Vergebung zu?
Ø     Hast du Freunde die dich so sehr lieben, dass sie dich konfrontieren?
Ø     Die deine Schwächen kennen und dich trotzdem lieben?

>>>Liebe Gott und liebe Menschen!!!

Martin Buber
"Alles wirkliche Leben ist Begegnung."

Ich wünsche dir, dass du am Ende deines Lebens sagen kannst:
Ø     Ich bin dankbar und freue mich – egal wie es um mich herum aussieht
Ø     Ich habe eine tiefe, erfüllte Beziehung zu Gott.
Ø     Ich liebe andere Menschen und bringe gerne Opfer für sie, weil ich weiß, dass im Himmel alles auf mich wartet.
Ø     Ich habe Freunde, die ich liebe und für die ich bete. Und sie beten für mich und lieben mich.
ich bin so dankbar für eure Freundschaft!

Beziehungen und Freundschaft, Hingabe und Liebe -1. Teil-

Am vergangen Sonntag besuchten wir den Gottesdienst bei den Würzis (das ist die freie Christengemeinde Oldenburg in der Würzburger Straße). 


Die Predigt hielt Christian Knorr.

In dieser Predigt ging es um Beziehungen und Freundschaft, um Hingabe und Liebe.
Etwas, für das wir Menschen geschaffen wurden und absolut auch brauchen!


Der Predigttext:

2. Timotheus 1,2-4
2 Dir, Timotheus, meinem geliebten Sohn, wünsche ich Gnade, Barmherzigkeit und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn.
3 Jedes Mal, wenn ich bete – bei Tag und bei Nacht –, denke ich an dich und bin dann immer voll Dank gegenüber Gott, dem ich – wie schon meine Vorfahren – mit reinem Gewissen diene.
4 Und wenn ich daran zurückdenke, wie du ´bei unserem Abschied` geweint hast, sehne ich mich danach, dich wieder zu sehen. Was wäre das für eine Freude!

Sehr persönlich schreibt da der Apostel seinen letzten Brief im Neuen Testament, denn Paulus steht sehr warscheinlich vor seiner Hinrichtung.
Er hat Hunger, ihm ist kalt, wird misshandelt, hat kein Licht und hinter ihm liegt ein langes, oft hartes Leben. Vielleicht ist es der allerletzte Brief, den er überhaupt noch schreiben konnte.

In dieser notvollen Situation sind seine Gedanken ganz bei seinem Freund. Da kommt eine unglaublich tiefe Beziehung zum Ausdruck. Was also Paulus kurz vor seinem Ende beschäftigt ist Freundschaft. Eine enge Beziehung.
Die Hinrichtung und die schlechten Bedingungen in denen er sich befindet scheinen zweitrangig zu sein.

Er sagt nicht:
Ø    mir geht’s so schlecht
Ø    ich habe keine Toilette,
Ø    kein Licht,
Ø    wo ist Gott, wenn man ihn braucht?
Ø    hat sich alles gelohnt?
Ø    Timotheus sie wollen mich umbringen. >>> Rette mich!

Nein! Er betet und denkt an seinen Freund!
Er verbringt seine letzten Stunden damit, bei schlechtem Licht einen Brief zu schreiben, Dankbarkeit und Zuneigung auszudrücken, er wirkt zufrieden, er scheint gerne für Timotheus zu beten, usw. usw.

Was ist also für uns so wichtig und was lernen wir daraus?

1.     Wir brauchen dringend Beziehungen und Freundschaften
2.      Unser Leben hat dann einen Sinn, wenn wir es anderen Menschen hingeben.
3.     Wenn wir absolut zufrieden und glücklich sind in Gott, werden wir beziehungsfähig und können ein hingebungsvolles Leben fürhren – wir sind dann aufopferungsbereit.
4.     Was können wir tun?


Wir sind Beziehungswesen
Das gehört untrennbar zum Menschsein dazu.
Gemeinschaft ist ein grundlegender Teil unserer Persönlichkeit

Wir merken das
Ø    Wir sehnen uns nach selbstloser Liebe von jemandem, dem wir absolut vertrauen können; dem wir glauben können.
Ø    Wir sehnen uns eigentlich danach, dass die Menschheit in Frieden lebt; dass jeder gerecht behandelt wird; dass niemand an Hunger sterben muss, usw.
Ø    Wir sehnen uns nach Kommunikation. Reden, Handys, im Internet rumhängen, etc.
Ø    Wir sehnen uns nach Gemeinschaften, in denen sich alle einer Sache hingeben, die Sinn macht / über uns selbst hinausgeht.
Ø    Wir sehnen und nach Frieden und Harmonie.
Ø    Wir sehnen uns nach einer Welt, in der nicht jeder nur an sich denkt. So würden wir gerne sein.

Wann immer Jesus über den Willen Gottes für unser Leben gesprochen hat, hat er über Beziehungen gesprochen.

Je weniger du Beziehungen haben willst und Freundschaften lebst, desto weniger bist du wie Jesus.

Montag, 5. Juli 2010

Immer wieder sonntags,


gehen wir zur Kirche. Gestern fuhren wir mit Gabi um 8.30 Richtung Jinja zum ENKARI CENTR - Jinja. Bei St. Moses, dem Waisenhaus das Gabi gegründet hat, holten wir "IRIS" ab. Ihr richtiger Name ist aber Kristin Meyer. Was ich dann erfuhr: Kristin ist die Iris aus Gute Zeiten-schlechte Zeiten.


Hier fein zurecht gemacht!

Kristin ist für zwei Wochen in St. Moses und möchte ind diesen Wochen einfach dort mitleben und arbeiten und etwas anderes sinnvolles, eben hier bei uns tun!
Ich erlebte sie also an diesem Sonntag als eine taffe, herzliche und sympathische junge Frau!

Kristin ist demnächst "Spendenpatin" bei der Spendengala vom ZDF ">Ein Herz für Kinder und wird am Telefon bei dieser Sendung die Spenden entgegennehmen. Wer weiß, was sich da noch so alles anbahnt. Als wir in St. Moses ankamen, waren grad frisch ein Fotograf aus Bremen und? eingetrudelt, der mit den Waisenkindern von St. Moses einen Foto-Workshop durchführt.

In der Kirche pünktlich angekommen, erhielten wir ein grünes Kärtchen. Wer nicht pünktlich ist, erhält eine gelbe Karte und wer richtig zu spät kommt empfängt dann eine rote Karte. Auf diesem Kärtchen in Streichholzgröße stand also Folgendes auf der Vorderseite:

14th SUNDAY 2010
The seventy-two came back rejoicing, "Lord", they said, "even the devils submit to us when we use your name"... Luke 10, 14 of 34
und auf der Rückseite:
To his servants the Lord will reveal his hand    Isaiah 66
und
What matters is for us to become an altogether new creature   Gal. 6

ENKARI CENTRE - JINJA 

Wie man schon auf dem Link erkennt, ist das eine katholische Kirche. Mir hat es gut getan, dort zu sein. Alleine wie die Kinder um den Altar tanzten und wie die Bibel hoch erhoben in die Kirche durch den Mittelgang unter Gesang reingebracht wurde, vermittelte wie wichtig das Wort Gottes ist. Gerne hätte ich das gefilmt, aber ich traute mich nicht. Später wurde ich dazu aufgefordert zu filmen. Da ich hier im Netz die Videos nicht hochladen kann, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal darauf zurückgreifen.
In einem der letzten Posts berichtete ich über Musikinstrumente in Uganda. Nun standen da drei Trommeln, die auch zum Einsatz kamen und ein weiteres, Euch auch schon durch Fotos bekannte Musikinstrument.

Von der Predigt verstand ich nicht viel, konnte aber sehen, mit welcher Freude und Freiheit der Priester predigte und nur zu uns "Muzungus" blickte.

Hier tanzen die Kinder noch einmal zum Schluss

Und hier sehen wir das Mariabild dem schwarzen Jesuskind.

hier noch etwas deutlicher

nach dem Gottesdienst trafen wir  uns alle vor der Tür und vereinbarten den nächsten Treffpunkt auf einen Latte macciato.

In einem schönen begrünten Innenhof machten wir es uns nach dem Kirchgang gemütlich.
Hier kommt Kristin "Iris" mit Gaby.

Links sitzt Gaby und rechts Alba. Alba ist Italienerin und war mit einem Ugander verheiratet. Als er starb hat Alba zu seinem Gedenken eine Kochschule in Jinja gebaut und bildet dort  Köchinnen aus.
Am kommenden Donnerstag hat sie uns alle zum italienischen Essen eingeladen. Na ja, diese Einladung kann ich leider nicht mehr wahrnehmen.
Vielleicht berichtet ja Miriam darüber auf ihrem Blog.


Links Kristin, und dahinter eine junge Frau. auch da vielleicht mehr demnächst bei www.mosesschwester.blogspot.com



Wir saßen gemütlich über länger Zeit hier und dann gings wieder heimwärts über St. Moses zur Sarah.

Sonntag, 20. Juni 2010

Sonntagspredigt in Uganda hören...

...geht prima übers Internet. Auf jeden Fall heute am Sonntag. Ich hab mir dazu mal diese Gemeinde ausgesucht!
FährStraßenPredigten







Euch allen da draußen noch einen gesegneten Sonntag!