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Freitag, 8. Juni 2012

Trauerfeier - Helge ist angekommen!


Um 14 Uhr findet die Trauerfeier von Helge Sturz im Dock 20 in Augustfehn statt, zu der ich mich jetzt mit dem Zug aufmache. Helge wurde nur 23 Jahre alt und starb als Volontär in Uganda im "Einsatz" für Waisen bei Vision for Afrika


Hier das Lied von Thea Eichholz-Müller, das mich auf einer Trauerfeier eines lieben Freundes tief berührt hatte.

Wenn du mich sähst

Ich bin angekommen.
Nach so langer Reise ist das Ziel erreicht.
Bin so oft gefallen, bin gestolpert,
mein Weg war nicht leicht.
Alle Fragen sind geklärt, alle Hoffnung ist erfüllt.
Was ich glaubte darf ich sehn,
meine Sehnsucht ist gestillt!

Wenn du mich sähst,
weintest du um dich und nicht um mich.
Wenn du mich sähst,
erschien die Welt in neuem Licht.
Wenn du mich sähst,
erschien dir leicht , was grad so schwer,
denn hier schweigen aller Schmerz und Kummer still.
Hier schweigen aller Schmerz und Kummer still.

Dieses Land ist schöner,
so viel, viel schöner, als man es sich je erträumt.
Dieses Licht ist wärmer
und die Hand des Meisters hat mich fest umarmt.

Was kein Auge je gesehn
und kein Ohr jemals gehört,
das ist schon gemacht für den,
der den Glauben nicht verliert.

Wenn du mich sähst,
weintest du um dich und nicht um mich.
Wenn du mich sähst,
erschien die Welt in neuem Licht.
Wenn du mich sähst,
erschien dir leicht , was grad so schwer,
denn hier schweigen aller Schmerz und Kummer still.
Sie schweigen still.

Thea Eichholz-Müller

Freitag, 11. Juni 2010

Tod in Uganda


Tagebucheintrag vom 9. Juni
 
Das Fenster zum Nachbargrundstück
Seit zwei Tagen hörte Miriam in der Nacht lautes Stöhnen vom Nachbargrundstück. 
Heute Vormittag erfuhren wir, dass unser Nachbar in der vergangenen Nacht verstorben ist.
Sofort wurde die Arbeit in unserm Innenhof eingestellt, da sie die Ruhe gestört hätte.
 Entfernen des Putzes - die Wand wird mit Natursteinen versehen, damit die Wände nicht feucht und schmutzig werden durch den Regen.

Also wurde mit „leiser“ Arbeit weitergemacht: Hecke geschnitten, der Eingang zum Innenhof mit Putz versehen.

Als ich von meinem Spaziergang zum See zurückkam, wurde ich gefragt, ob ich mit Chandia zur Nachbarin gehen würde um unsere Anteilnahme zu bekunden. Natürlich hatte ich Fragen, wie z.B. „Wie verhalte ich mich als Weiße und Fremde?“  Sarah klärte mich auf und ich konnte ganz entspannt Chandia begleiten.

 Chandia hatte am Morgen schon Essen rübergebracht und nahm jetzt noch eine Tüte Salz (siehe Foto) mit und einen Umschlag mit Geld von uns allen.

Was ich dann erlebte hat mich total überrascht. Das ganze Dorf Bukaja war auf den Beinen zu diesem Haus. Es war für mich beeindruckend, wie viele Frauen und Männer auf diesem Grundstück schon versammelt waren. Chandia sprach mit der Witwe und erklärte mein Beisein, ja und dann saßen wir einfach über eine Stunde wortlos im Garten mit den vielen Menschen.
Der Verstorbene war ein angesehener und geachteter Mann im Dorf. Die ihn näher kannten, gingen in Gruppen zu ihm in den Raum, um sich von ihm zu verabschieden und verharrten stumm eine ganze Weile. Das änderte sich sobald seine Kinder eintrafen. Die Klagen und Schreie waren dann weithin zu hören. Je lauter geklagt wird von den Kindern, bezeugen sie dadurch, dass er ein guter Vater war. Wenn hingegen von Frau und Kindern keine Träne vergossen und nicht geklagt wird, zeigen sie dadurch, dass er kein guter Mann und Vater war.

Das Ganze dauerte die ganze Nacht hindurch bis zum nächsten Vormittag. Um 9 Uhr hörte das Klagen auf. Kurz danach war die Beerdigung im Dorf. 

Hier kann man sich auf dem Grundstück beerdigen lassen, wenn es Eigentum ist.

Samstag, 8. Mai 2010

Zu Ende geboren...

...wurde vor einem Jahr ein lieber Freund mit 40 Jahren. Ich finde diesen Ausdruck so passend für uns Christen, wenn unser Leben auf dieser Welt beendet wird. Und nun erfuhren wir heute, dass eine liebe Freundin in dieser Nacht ins künstliche Koma versetzt wurde mit der ungewissen Prognose, ob sie je wieder ins Leben zurückkommt. Da ist es wirklich gut zu wissen, dass Gott das Ende bestimmt und nicht die Krankheit.
Auch ist von Vorteil, dass wir so nah am Krankenhaus wohnen und Verwandte, nach oder vor einem Besuch in der Klinik, bei uns einfach so reinschneien können um Luft zu holen oder abzulassen und zu beten.

...und wenn es einmal für mich soweit ist, dann möchte ich dies allen sagen:

ICH BIN ANGEKOMMEN -
NACH SO LANGER REISE IST DAS ZIEL ERREICHT



Ich bin angekommen.
Nach so langer Reise ist das Ziel erreicht.
Bin so oft gefallen, bin gestolpert, mein Weg war nicht leicht.
Alle Fragen sind geklärt, alle Hoffnung ist erfüllt.
Was ich glaubte darf ich sehn, meine Sehnsucht ist gestillt!

Wenn Du mich sähst, weintest Du um Dich und nicht um mich.
Wenn Du mich sähst, erschien die Welt in neuem Licht.
Wenn Du mich sähst, erschien Dir leicht, was grad so schwer, denn hier schweigen aller Schmerz und Kummer still.
Hier schweigen aller Schmerz und Kummer still.

Dieses Land ist schöner, so viel, viel schöner, als man es sich je erträumt.
Dieses Licht ist wärmer und die Hand des Meisters hat mich fest umarmt.
Was kein Auge je gesehn und kein Ohr jemals gehört, das ist schon gemacht für den, der den Glauben nicht verliert.

Wenn Du mich sähst, weintest Du um Dich und nicht um mich.
Wenn Du mich sähst, erschien die Welt in neuem Licht.
Wenn Du mich sähst, erschien Dir leicht, was grad so schwer, denn hier schweigen aller Schmerz und Kummer still.
Hier schweigen aller Schmerz und Kummer still.

Alle Fragen sind geklärt, alle Hoffnung ist erfüllt.
Was ich glaubte, darf ich sehn, meine Sehnsucht ist gestillt!
Wenn Du mich sähst...

von Thea Eichholz-Müller