Das sind immer wieder ganz besondere Augenblicke, wenn ich Post aus Uganda im Briefkasten finde. Heute sind es gleich zwei auf einem Streich. Jetzt wird es für mich also höchste Zeit auf die viele Post die ich in den letzten Wochen erhalten habe zu antworten. Englisch!?!?!?!
Also von hier erstmal schon ein riesiges Danke an Euch in Jinja! Antwort kommt bald. Dauert ja ganz schön lang, bis bei Euch die Post landet, trotz Luftpost/Air Mail!
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Mittwoch, 2. Mai 2012
Mittwoch, 21. März 2012
Geburtstagsgeschenk
So kann es passieren, wenn "Mann" einen Konzertabend in Wuppertal geschenkt bekommt. Da werden dann erstmal Fahrkarten für meinen Mann und mich gekauft, die Unterkunft und Verpflegung für 4 Tage und die Übernachtungen kommen ja auch noch dazu. Mitbringsel werden auch nicht vergessen und somit wird ne Einladung zu einer "Urlaubsreise"!
Im Rückblick gesehen erlebten wir eine ereignisreiche und schöne Zeit im Johanneum in Wuppertal.
Am bisher wärmsten Tag ging es also Richtung Wuppertal mit dem Zug. Ich war richtig gespannt auf diese Zeit dort.
Schön, dass Joana mittlerweile auch in Wuppertal wohnt. Für die beiden wird es ja noch sehr aufregend in diesem Jahr, da die beiden im August heiraten werden!
Samuel hatte für uns das Gästezimmer hergerichtet und vom Bahnhof mit Joana abgeholt.
Das 3. Fenster von rechts in der 1. Etage ist das Zimmer von Samuel.
Das ist das Haus 34 mit den Gästezimmern
Um 7.30 Uhr gabs Frühstück und Andacht und und und Wir konnten an einigen Veranstaltungen teilnehmen.
Haupteingang zum Johanneum.
Während Mia und Til das Gelände eroberten im Nordpark...
...konnten sich die Männer mal so richtig unterhalten.
Und während am Abend wir im Rundlauf um die Tischtennisplatte die gefutterten Kalorien reduzierten, erzählte Opa den Enkeln was vom Piff auf dem Schiff und den Piraten. So ein Wimmelbuch regt ja bekanntlich die Fantasie an.
Und so gehts dann beim Kirchenkaffee nach ner Probepredigt in Wuppertal zu.
Sehr interessant so eine Kirche, hatte sie als solche erst gar nicht wahrgenommen und wunderte mich,
dass wir in einem "Wohnhaus" in den ersten Stock marschierten.
GESCHAFFT!
Das sind einige der Dozenten aus dem Johanneum, die sich gleich noch mit den Studierenden über die Predigt austauschen werden um sie zu beurteilen.
Weil wir zum Bahnhof mussten, hatte Hans-Jürgen Schuster und Samuel "schulfrei". Wir haben 4 intensive aber auch sehr gute Tage bei Samuel erlebt und wie ich meine auch ganz wichtige Gespräche geführt. Da war auch mal wieder das "ZULASSEN-LOSLASSEN-GOTT ÜBERLASSEN" angesagt.
Als ich diesen Zug nach Mönchengladbach entdeckte, wurden Erinnerungen an die Zeit 1962-1976 wach, 14 Jahre hab ich mal dort gewohnt. Ob ich das nächste Mal von Wuppertal aus einfach mal dorthin fahre?
Im Rückblick gesehen erlebten wir eine ereignisreiche und schöne Zeit im Johanneum in Wuppertal.
Am bisher wärmsten Tag ging es also Richtung Wuppertal mit dem Zug. Ich war richtig gespannt auf diese Zeit dort.
Schön, dass Joana mittlerweile auch in Wuppertal wohnt. Für die beiden wird es ja noch sehr aufregend in diesem Jahr, da die beiden im August heiraten werden!
Samuel hatte für uns das Gästezimmer hergerichtet und vom Bahnhof mit Joana abgeholt.
Das 3. Fenster von rechts in der 1. Etage ist das Zimmer von Samuel.
Das ist das Haus 34 mit den Gästezimmern
Um 7.30 Uhr gabs Frühstück und Andacht und und und Wir konnten an einigen Veranstaltungen teilnehmen.
Haupteingang zum Johanneum.
Während Mia und Til das Gelände eroberten im Nordpark...
...konnten sich die Männer mal so richtig unterhalten.
Und während am Abend wir im Rundlauf um die Tischtennisplatte die gefutterten Kalorien reduzierten, erzählte Opa den Enkeln was vom Piff auf dem Schiff und den Piraten. So ein Wimmelbuch regt ja bekanntlich die Fantasie an.
Und so gehts dann beim Kirchenkaffee nach ner Probepredigt in Wuppertal zu.
Sehr interessant so eine Kirche, hatte sie als solche erst gar nicht wahrgenommen und wunderte mich,
dass wir in einem "Wohnhaus" in den ersten Stock marschierten.
GESCHAFFT!
Das sind einige der Dozenten aus dem Johanneum, die sich gleich noch mit den Studierenden über die Predigt austauschen werden um sie zu beurteilen.
Weil wir zum Bahnhof mussten, hatte Hans-Jürgen Schuster und Samuel "schulfrei". Wir haben 4 intensive aber auch sehr gute Tage bei Samuel erlebt und wie ich meine auch ganz wichtige Gespräche geführt. Da war auch mal wieder das "ZULASSEN-LOSLASSEN-GOTT ÜBERLASSEN" angesagt.
Als ich diesen Zug nach Mönchengladbach entdeckte, wurden Erinnerungen an die Zeit 1962-1976 wach, 14 Jahre hab ich mal dort gewohnt. Ob ich das nächste Mal von Wuppertal aus einfach mal dorthin fahre?
Samstag, 29. Januar 2011
Ende 2010 - Anfang 2011
Heute hab ich mich nach langer Zeit mal wieder daran gemacht, die Fotos auf meiner Speicherkarte zu sortieren und zu bearbeiten. Wie schnell sind die letzten beiden Monate vergangen und was ist nicht alles in dieser Zeit bei uns und auch in dieser Welt schon wieder geschehen!!!
Nach einem Sturz, der auch eine Gehirnerschütterung mit sich brachte, erlebe ich heute den ersten Tag, wo es mir deutlich besser geht. Die Übelkeit hat ein Ende. Am Montag steht noch eine besondere Untersuchung an, aber gehe davon aus, dass da nichts Schwerwiegendes diagnostiziert wird. Ich hoffe es auf jeden Fall!
Ich lasse jetzt die Fotos sprechen:
Bei einem roten Teppich denke ich unweigerlich an die Ankunft einer hohen Persönlichkeit und bei Stroh?
Nach einem Sturz, der auch eine Gehirnerschütterung mit sich brachte, erlebe ich heute den ersten Tag, wo es mir deutlich besser geht. Die Übelkeit hat ein Ende. Am Montag steht noch eine besondere Untersuchung an, aber gehe davon aus, dass da nichts Schwerwiegendes diagnostiziert wird. Ich hoffe es auf jeden Fall!
Ich lasse jetzt die Fotos sprechen:
| Auf dem Weg ins Zelt zur Christvesper |
| "Roter Teppich und Stroh", so werden wir ins Zelt geführt |
So kann jeder mal darüber nachsinnen, was da alles drin liegt in dieser Begrüßung!
Also, ich kam auf Folgendes: Hier wurde die Ankunft eines Königs in einer ärmlichen Umgebung sehr deutlich gemacht!
Hier werden alle Briefe und Erinnerungsstücke an meiner Tür verewigt.
Liebesgrüße und ganz lieber Besuch!!!
Jahreswechsel 1990/1991 Neue Mühle Mutter-Tochterfreizeit
Jahreswechsel 2010/2011 Die Jahreslosung 2011 und ich hängen so an der Pinnwand meines Mannes!!!
Viele gute Erfahrungen und ein gesegnetes neues Jahr wünsche ich Euch.
| Das Zelt roch herrlich nach Heu und der Holzboden war damit bedeckt. |
| ein blau-weißes Weihnachtsgeschenk, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte. |
| Kekse von Klein-Miriam aus Uganda! |
| Eric aus Uganda hat mir gleich 3 Briefe gemalt |
| Hand-Arbeit aus Uganda |
| noch ein Geschenk von Klein-Miriam aus Uganda |
| und ein Kleid von Sarah aus Bukaya!!! |
Hier werden alle Briefe und Erinnerungsstücke an meiner Tür verewigt.
| Dieser handgemachte Engel kam von Damaris |
| Miriam und ich |
| Samuel und sein Papa |
| Samuels 1. Fahrt zu uns mit seinem ersten BI-ER Auto |
| Besuch aus Bielefeld... |
| ...und zwischen den Jahren noch gemeinsam mit Heike nen Schaukasten bestückt |
| Das blieb von unserm Weihnachtsbaum übrig |
Jahreswechsel 2010/2011 Die Jahreslosung 2011 und ich hängen so an der Pinnwand meines Mannes!!!
Viele gute Erfahrungen und ein gesegnetes neues Jahr wünsche ich Euch.
Mittwoch, 10. November 2010
GEBOREN VOR 1984 - Wir waren Helden!!!
Bei Facebook gibt es eine Gruppe die nennt sich wie die Überschrift und unter Infromationen kann jeder öffentlich lesen:
| Wer entdeckt mich? Zu diesem Zeitpunkt war ich 13 Jahre alt! 48er Jahrgang |
Nicht lesen, wenn du nach 84 geboren bist!
Kinder von heute werden in Watte gepackt.
Kinder von heute werden in Watte gepackt.
Wenn du als Kind in oder vor den 90ern lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass du so lange überleben konntest!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
Unsere Bettchen waren angemalt mit Farbe voller Blei und Cadmium.
Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir mühelos öffnen.
Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen, und auf den Fahrrädern und Mopeds trugen wir nie Helme!
Wir bauten Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten.
Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
Wir verließen morgens das Haus, wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wusste, wo wir waren, und wir hatten nicht einmal ein HANDY dabei!
Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne, und niemand wurde deswegen verklagt!
Es waren eben Unfälle!
Niemand hatte schuld, außer wir selbst.
Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht".
Wir kämpften und schlugen uns manchmal grün und blau, damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.
Wir aßen Kekse, Brot mit dick Nutella, tranken viel Cola, Hooch oder "die Blaue Sau" und wurden trotzdem nicht zu dick oder krank!
In öffentlichen Gebäuden waren wir ständig von Rauchwolken umhüllt!
Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche, und niemand starb an den Folgen!
Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Surround Sound, eigene Fernseher, Computer, Handy, Laptops, Internet, Chatrooms.
WIR HATTEN FREUNDE!
Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße.
Oder wir marschierten einfach zu deren Haus oder Wohnung und klingelten!
Manchmal brauchten wir gar nicht zu klingeln, und gingen einfach hinein!
Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern.
Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen.
Außerdem aßen wir Würmer, und die Prophezeiungen trafen nicht ein; die Würmer lebten nicht in unseren Bäuchen weiter, und mit Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus!
Beim Straßenfußball durfte nur mitspielen, wer gut war.
Wer nicht gut war, musste lernen , mit Entäuschungen klar zu kommen!
Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere.
Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen.
Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung von Leistungsbewertungen!
Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar, und keiner konnte sich verstecken.
Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus den Schlamassel heraushauen.
Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei! So etwas!!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht.
Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung!
Mit allem wussten wir umzugehen!
Und DU gehörst auch dazu!!
Herzlichen Glückwunsch!!
GEBOREN VOR 1984 - WIR WAREN HELDEN!!!!
Freitag, 15. Oktober 2010
Weihnachtsbäckerei - für Miriam und Matthias
In 43 Tagen ist der 1. Advent und da aus Erfahrung Pakete bis zu 6 Wochen nach Uganda unterwegs sind haben wir den 15. Oktober kurzerhand zum Backtag erklärt. 5 Bleche hat mein lieber Mann heute gebacken, denn das "Berliner Brot" ist seine Spezialität. Dies ist, trotz des Namens, eine printenähnliche Spezialität aus dem Bergischen Land, das rechtsrheinisch rund um Wuppertal und Köln liegt!
Und mein Schatz kommt ja aus Lüdenscheid. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen. Eine Kalorienbombe übrigens, aber schmeckt unwahrscheinlich gut. Mit dem obligatorischen Adventskalender von Andere Zeiten gehen also nächste Woche die "Pakete" auf große Reise nach Uganda und Spanien, damit zum 1. Advent am 28. November sich unsere Kinder über heimatliche Kostbarkeiten freuen.
Und mein Schatz kommt ja aus Lüdenscheid. Das Ergebnis könnt ihr hier sehen. Eine Kalorienbombe übrigens, aber schmeckt unwahrscheinlich gut. Mit dem obligatorischen Adventskalender von Andere Zeiten gehen also nächste Woche die "Pakete" auf große Reise nach Uganda und Spanien, damit zum 1. Advent am 28. November sich unsere Kinder über heimatliche Kostbarkeiten freuen.
| muss noch auf dem heißen Blech geschnitten werden! |
| 6 kg sind ein beachtlicher Berg |
| Hurra, die Kiste ist voll! |
Sonntag, 4. Juli 2010
Eric's Taxi
kommt jeden Morgen pünktlich zu 8 Uhr und holt ihn zu seiner "Schule" ab.
Eric ist morgens immer ein bisschen müde, dafür dreht er am Abend so richtig auf und rennt, was das Zeug hält durch den Innenhof.
Eric ist morgens immer ein bisschen müde, dafür dreht er am Abend so richtig auf und rennt, was das Zeug hält durch den Innenhof.
Samstag, 3. Juli 2010
Sarah's Kinder - besondere Schätze!
Naomi ist Sarahs leibliche Tochter. Alle haben eine teilweise sehr schmerzvolle Vergangenheit hinter sich, Jedes Kind erhält seine Schul- und Ausbildung. welche Sarah finanziert.
Die ältesten Kinder, Florence und die Zwillinge Waswo und Katoo sind über 5 Ecken mit Sarah verwandt und sind Geschwister. Flo ist mit der Schule fertig und beginnt demnächst ihre Ausbildung. In Sarahs Clan ist es so Sitte, dass die Versorgung der Kinder von Älteren übernommen wird. Ebenso hat sie Chandia, die Sarah aus der Schule von früher her kannte, mit ihren drei Kindern, Bridget, Marcus und Eric (4 Jahre) bei sich aufgenommen. Dann ist noch Rosi da, die wiederum mit Chandia verwandt ist.
Daudi und Miriam haben ihre Mutter durch ein Gewaltverbrechen verloren. Miriam hatte die Nacht neben ihrer toten Mutter verbracht und das Ganze miterlebt. Diese beiden haben auch hier ein Zuhause gefunden. Eine nicht ganz einfache Zeit hatte Sarah mit ihnen, aber eines Tages platzte der Knoten und Miriam war wie verwandelt.
Ich denke, dass es gut ist bestimmte Organisationen zu unterstützen, doch ich zieh den Hut vor diesem privaten Einsatz, den Sarah hier leistet und das ganz ohne Spenden!
Sicher, ohne klare Regeln geht nichts und dass es funktioniert, erlebe ich hier. Die Kinder sind mir ans Herz gewachsen und irgendwie genieße ich es "Hanne-Mama" gerufen zu werden.
Diese 10 Kinder können sich glücklich schätzen und tun es auch, dass sie hier leben dürfen, bis in die Selbständigkeit begleitet und versorgt werden und somit ein Zuhause haben, was vielen Kindern hier in Uganda noch verwehrt ist.
Hier einige Links
ein anderer interessanter Link der genau widerspiegelt, was es heißt in Uganda als Praktikant zu leben, seht ihr unten
Nur am Rande gibt es die Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung, da es in Uganda hauptsächlich
an Bildung, nicht an Freizeit mangelt. In der "Freizeit", sofern man sie schafft, wäre die
Beschäftigung mit einzelnen Gruppen möglich: Spielen, Sport, Basteln, Malen, Holzarbeiten,
Handarbeiten, Kochen, Singen, Musik, Ausflüge, Hausaufgabenbetreuung, Gartenbau, Kinder
zum Arzt begleiten oder einfach nur beaufsichtigen und die alltäglichen Aufgaben organisieren.
Nur am Rande gibt es die Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung, da es in Uganda hauptsächlich an Bildung, nicht an Freizeit mangelt. In der "Freizeit", sofern man sie schafft, wäre die Beschäftigung mit einzelnen Gruppen möglich: Spielen, Sport, Basteln, Malen, Holzarbeiten, Handarbeiten, Kochen, Singen, Musik, Ausflüge, Hausaufgabenbetreuung, Gartenbau, Kinder zum Arzt begleiten oder einfach nur beaufsichtigen und die alltäglichen Aufgaben organisieren.
und hier der Trailer zum Film Memory Books der sehr empfehlendswert ist!
Memory Books – Damit du mich nie vergisst
Dokument eines alltäglichen Sterbens
Es gibt Filme, die man nie wieder vergisst. Christa Grafs eindrucksvolle Dokumentation Memory Books – Damit du mich nie vergisst zählt ganz sicher zu diesen besonderen Filmerlebnissen. Der Film erzählt von einem berührenden Projekt, das in Uganda ins Leben gerufen wurde – den so genannten Memory Books, in den AIDS-infizierte Eltern angesichts des sicheren Todes ein Erinnerungsbuch für ihre Kinder schreiben, um diesen wenigstens etwas zu hinterlassen. Rund zwei Millionen AIDS-Waisen gibt es in dem ostafrikanischen Staat und Experten schätzen, dass trotz intensivster Bemühungen rund 35 % der Bevölkerung mit dem HIV-Virus infiziert sind. Nach dem Tod der Eltern sind die Kinder sich selbst überlassen, in keinem anderen afrikanischen Land gibt es so viele Kinderhaushalte, in denen die Kleinen auf sich allein gestellt sind. In wenigen Jahren, so die Schätzungen weiter, werden 10 Mio. Kinder betroffen sein.
Die Erinnerungsbücher, die zumeist von den Müttern verfasst werden enthalten in mannigfacher Form Geschichten, Märchen oder Lieder, sie vermitteln Werte und Traditionen , beinhalten die Familiengeschichte und Kindheitserinnerungen sowie die Zukunftswünsche der Eltern und sind wertvolle Dokumente gegen das Vergessen in einem Land, das vom Tod geprägt ist. „Diese Erinnerungsbücher, diese kleinen Hefte mit eingeklebten Bildern und Texten, von Menschen geschrieben, die kaum das Alphabet beherrschen, könnten sich in vielerlei Hinsicht als die wichtigsten Dokumente unserer Zeit erweisen“, schreibt der Schriftsteller Henning Mankell, der als intimer Kenner Afrikas gilt und sich auch in manchen seiner Bücher mit seiner zweiten Heimat auseinander setzt. Initiiert wurde das Projekt von der Initiative NACWOLA ("National Community of Women Living with Aids"), die 1992 in Uganda gegründet wurde, um Familien mit AIDS zu unterstützen und verwaisten Kindern dabei zu helfen, mit den Folgen des Verlustes der Eltern klar zu kommen.
Der Film begleitet vier Familien – teils leben die Mütter noch, teils sind sie schon gestorben – , er zeigt das Entstehen der Bücher, die Gedanken, die die Mütter bewegen, die Trauer der Kinder und was sie an den Büchern haben. Christa Graf spürt den Schicksalen nach, benennt Gründe für die hohe Infektionsrate wie etwa die Scham der infizierten Männer, die ihren eigenen Ehefrauen nicht sagen, dass sie sich angesteckt haben. Oder die Prostitution, die in dem bitterarmen Land für viele junge Frauen als einziger Ausweg angesehen wird, um sich und ihre Angehörigen durchzubringen. Vor allem aber schafft der Film ein Bewusstsein für die persönlichen Schicksale der Betroffenen, das berührt und zu Herzen geht.
Die Filmemacherin Christa Graf interessiert sich bei ihrer Arbeit immer wieder besonders für den afrikanischen Kontinent und dessen vielfältige Probleme: Im Jahre 2004 realisierte sie mit Ruanda – Zurück ins Leben für ARTE eine Dokumentation über das Leben nach dem Trauma des Genozids in dem afrikanischen Land, drei Jahre zuvor machte sie sich auf die Spuren von Daphne Sheldrick, die eine Aufzuchtstation für verwaiste Elefantenbabys in Kenia gründete und die als „Mutter der Elefanten“ verehrt wird.
Mit ihrem neuen Film ist Christa Graf ein bewegendes Werk gelungen, das verdeutlicht, welche menschliche Tragödie sich in Ostafrika unter den Augen der Weltöffentlichkeit abspielt und wie die Ugander einen Weg gefunden haben, um mit dem alltäglichen Sterben umzugehen. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass es der Filmemacherin gelingt, die Balance zwischen Trauer und Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu halten, so dass der Film nicht nur traurig und betroffen macht, sondern auch als Aufforderung dazu verstanden werden muss, einen Beitrag zur Linderung der unglaublichen Not zu leisten.
Die Erinnerungsbücher, die zumeist von den Müttern verfasst werden enthalten in mannigfacher Form Geschichten, Märchen oder Lieder, sie vermitteln Werte und Traditionen , beinhalten die Familiengeschichte und Kindheitserinnerungen sowie die Zukunftswünsche der Eltern und sind wertvolle Dokumente gegen das Vergessen in einem Land, das vom Tod geprägt ist. „Diese Erinnerungsbücher, diese kleinen Hefte mit eingeklebten Bildern und Texten, von Menschen geschrieben, die kaum das Alphabet beherrschen, könnten sich in vielerlei Hinsicht als die wichtigsten Dokumente unserer Zeit erweisen“, schreibt der Schriftsteller Henning Mankell, der als intimer Kenner Afrikas gilt und sich auch in manchen seiner Bücher mit seiner zweiten Heimat auseinander setzt. Initiiert wurde das Projekt von der Initiative NACWOLA ("National Community of Women Living with Aids"), die 1992 in Uganda gegründet wurde, um Familien mit AIDS zu unterstützen und verwaisten Kindern dabei zu helfen, mit den Folgen des Verlustes der Eltern klar zu kommen.
Der Film begleitet vier Familien – teils leben die Mütter noch, teils sind sie schon gestorben – , er zeigt das Entstehen der Bücher, die Gedanken, die die Mütter bewegen, die Trauer der Kinder und was sie an den Büchern haben. Christa Graf spürt den Schicksalen nach, benennt Gründe für die hohe Infektionsrate wie etwa die Scham der infizierten Männer, die ihren eigenen Ehefrauen nicht sagen, dass sie sich angesteckt haben. Oder die Prostitution, die in dem bitterarmen Land für viele junge Frauen als einziger Ausweg angesehen wird, um sich und ihre Angehörigen durchzubringen. Vor allem aber schafft der Film ein Bewusstsein für die persönlichen Schicksale der Betroffenen, das berührt und zu Herzen geht.
Die Filmemacherin Christa Graf interessiert sich bei ihrer Arbeit immer wieder besonders für den afrikanischen Kontinent und dessen vielfältige Probleme: Im Jahre 2004 realisierte sie mit Ruanda – Zurück ins Leben für ARTE eine Dokumentation über das Leben nach dem Trauma des Genozids in dem afrikanischen Land, drei Jahre zuvor machte sie sich auf die Spuren von Daphne Sheldrick, die eine Aufzuchtstation für verwaiste Elefantenbabys in Kenia gründete und die als „Mutter der Elefanten“ verehrt wird.
Mit ihrem neuen Film ist Christa Graf ein bewegendes Werk gelungen, das verdeutlicht, welche menschliche Tragödie sich in Ostafrika unter den Augen der Weltöffentlichkeit abspielt und wie die Ugander einen Weg gefunden haben, um mit dem alltäglichen Sterben umzugehen. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass es der Filmemacherin gelingt, die Balance zwischen Trauer und Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu halten, so dass der Film nicht nur traurig und betroffen macht, sondern auch als Aufforderung dazu verstanden werden muss, einen Beitrag zur Linderung der unglaublichen Not zu leisten.
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