Samstag, 3. Juli 2010

Sarah's Kinder - besondere Schätze!

Sicher hat sich so manch einer gefragt, wieso hier 10 Kinder bei Sarah wohnen.

Naomi ist Sarahs leibliche Tochter. Alle haben eine teilweise sehr schmerzvolle Vergangenheit hinter sich, Jedes Kind erhält seine Schul- und Ausbildung. welche Sarah finanziert.

Die ältesten Kinder, Florence und die Zwillinge Waswo und Katoo sind über 5 Ecken mit Sarah verwandt und sind Geschwister. Flo ist mit der Schule fertig und beginnt demnächst ihre Ausbildung. In Sarahs Clan ist es so Sitte, dass die Versorgung der Kinder von Älteren übernommen wird. Ebenso hat sie Chandia, die Sarah aus der Schule von früher her kannte, mit ihren drei Kindern, Bridget, Marcus und Eric (4 Jahre) bei sich aufgenommen. Dann ist noch Rosi da, die wiederum mit Chandia verwandt ist.

Daudi und Miriam haben ihre Mutter durch ein Gewaltverbrechen verloren. Miriam hatte die Nacht neben ihrer toten Mutter verbracht und das Ganze miterlebt. Diese beiden haben auch hier ein Zuhause gefunden. Eine nicht ganz einfache Zeit hatte Sarah mit ihnen, aber eines Tages platzte der Knoten und Miriam war wie verwandelt.
Ich denke, dass es gut ist bestimmte Organisationen zu unterstützen, doch ich zieh den Hut vor diesem privaten  Einsatz, den Sarah hier leistet und das ganz ohne Spenden!
Sicher, ohne klare Regeln geht nichts und dass es funktioniert, erlebe ich hier. Die Kinder sind mir ans Herz gewachsen und irgendwie genieße ich es "Hanne-Mama" gerufen zu werden.
Diese 10 Kinder können sich glücklich schätzen und tun es auch, dass sie hier leben dürfen, bis in die Selbständigkeit begleitet und versorgt werden und somit ein Zuhause haben, was vielen Kindern hier in Uganda noch verwehrt ist.

Hier einige Links

ein anderer interessanter Link der genau widerspiegelt, was es heißt in Uganda als Praktikant zu leben, seht ihr unten 
Nur am Rande gibt es die Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung, da es in Uganda hauptsächlich
an Bildung, nicht an Freizeit mangelt. In der "Freizeit", sofern man sie schafft, wäre die
Beschäftigung mit einzelnen Gruppen möglich: Spielen, Sport, Basteln, Malen, Holzarbeiten,
Handarbeiten, Kochen, Singen, Musik, Ausflüge, Hausaufgabenbetreuung, Gartenbau, Kinder
zum Arzt begleiten oder einfach nur beaufsichtigen und die alltäglichen Aufgaben organisieren.
Nur am Rande gibt es die Möglichkeit zur Freizeitbeschäftigung, da es in Uganda hauptsächlich an Bildung, nicht an Freizeit mangelt. In der "Freizeit", sofern man sie schafft, wäre die Beschäftigung mit einzelnen Gruppen möglich: Spielen, Sport, Basteln, Malen, Holzarbeiten, Handarbeiten, Kochen, Singen, Musik, Ausflüge, Hausaufgabenbetreuung, Gartenbau, Kinder zum Arzt begleiten oder einfach nur beaufsichtigen und die alltäglichen Aufgaben organisieren.

und hier der Trailer zum Film Memory Books der sehr empfehlendswert ist!

Memory Books – Damit du mich nie vergisst

Dokument eines alltäglichen Sterbens

Es gibt Filme, die man nie wieder vergisst. Christa Grafs eindrucksvolle Dokumentation Memory Books – Damit du mich nie vergisst zählt ganz sicher zu diesen besonderen Filmerlebnissen. Der Film erzählt von einem berührenden Projekt, das in Uganda ins Leben gerufen wurde – den so genannten Memory Books, in den AIDS-infizierte Eltern angesichts des sicheren Todes ein Erinnerungsbuch für ihre Kinder schreiben, um diesen wenigstens etwas zu hinterlassen. Rund zwei Millionen AIDS-Waisen gibt es in dem ostafrikanischen Staat und Experten schätzen, dass trotz intensivster Bemühungen rund 35 % der Bevölkerung mit dem HIV-Virus infiziert sind. Nach dem Tod der Eltern sind die Kinder sich selbst überlassen, in keinem anderen afrikanischen Land gibt es so viele Kinderhaushalte, in denen die Kleinen auf sich allein gestellt sind. In wenigen Jahren, so die Schätzungen weiter, werden 10 Mio. Kinder betroffen sein.

Die Erinnerungsbücher, die zumeist von den Müttern verfasst werden enthalten in mannigfacher Form Geschichten, Märchen oder Lieder, sie vermitteln Werte und Traditionen , beinhalten die Familiengeschichte und Kindheitserinnerungen sowie die Zukunftswünsche der Eltern und sind wertvolle Dokumente gegen das Vergessen in einem Land, das vom Tod geprägt ist. „Diese Erinnerungsbücher, diese kleinen Hefte mit eingeklebten Bildern und Texten, von Menschen geschrieben, die kaum das Alphabet beherrschen, könnten sich in vielerlei Hinsicht als die wichtigsten Dokumente unserer Zeit erweisen“, schreibt der Schriftsteller Henning Mankell, der als intimer Kenner Afrikas gilt und sich auch in manchen seiner Bücher mit seiner zweiten Heimat auseinander setzt. Initiiert wurde das Projekt von der Initiative NACWOLA ("National Community of Women Living with Aids"), die 1992 in Uganda gegründet wurde, um Familien mit AIDS zu unterstützen und verwaisten Kindern dabei zu helfen, mit den Folgen des Verlustes der Eltern klar zu kommen.

Der Film begleitet vier Familien – teils leben die Mütter noch, teils sind sie schon gestorben – , er zeigt das Entstehen der Bücher, die Gedanken, die die Mütter bewegen, die Trauer der Kinder und was sie an den Büchern haben. Christa Graf spürt den Schicksalen nach, benennt Gründe für die hohe Infektionsrate wie etwa die Scham der infizierten Männer, die ihren eigenen Ehefrauen nicht sagen, dass sie sich angesteckt haben. Oder die Prostitution, die in dem bitterarmen Land für viele junge Frauen als einziger Ausweg angesehen wird, um sich und ihre Angehörigen durchzubringen. Vor allem aber schafft der Film ein Bewusstsein für die persönlichen Schicksale der Betroffenen, das berührt und zu Herzen geht.

Die Filmemacherin Christa Graf interessiert sich bei ihrer Arbeit immer wieder besonders für den afrikanischen Kontinent und dessen vielfältige Probleme: Im Jahre 2004 realisierte sie mit Ruanda – Zurück ins Leben für ARTE eine Dokumentation über das Leben nach dem Trauma des Genozids in dem afrikanischen Land, drei Jahre zuvor machte sie sich auf die Spuren von Daphne Sheldrick, die eine Aufzuchtstation für verwaiste Elefantenbabys in Kenia gründete und die als „Mutter der Elefanten“ verehrt wird.

Mit ihrem neuen Film ist Christa Graf ein bewegendes Werk gelungen, das verdeutlicht, welche menschliche Tragödie sich in Ostafrika unter den Augen der Weltöffentlichkeit abspielt und wie die Ugander einen Weg gefunden haben, um mit dem alltäglichen Sterben umzugehen. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass es der Filmemacherin gelingt, die Balance zwischen Trauer und Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu halten, so dass der Film nicht nur traurig und betroffen macht, sondern auch als Aufforderung dazu verstanden werden muss, einen Beitrag zur Linderung der unglaublichen Not zu leisten.

Ugandas Straßenkinder -


Sie betteln und wühlen im Müll, nachts schlafen sie hungrig auf nacktem Beton.

"Auf der Straße gibt es nur Leiden"

Von Klaus Huhold aus Uganda
Von Österreichern unterstützte NGO gibt Kindern in Uganda ein Zuhause.
Schulbesuch und medizinische Hilfe ebnen Rückkehr in ein normales Leben.

Kampala.Sie tauchen immer wieder auf Kampalas belebten Märkten oder Straßenkreuzungen auf. Kinder, oft nicht älter als zehn Jahre, mit zerfetzten T-Shirts und zerzaustem Haar. Schnell laufen sie auf Passanten zu, öffnen ihre Handflächen zum Betteln.
Ugandas Straßenkinder kämpfen in einem armen, afrikanischen Land jeden Tag ums Überleben: Sie wühlen im Müll, sie bitten vor Hotels um Essensreste. In der Nacht suchen sie vor verlassenen, großen Gebäuden einen Platz zum Schlafen und legen sich auf den nackten Beton.
Ronald ist mittlerweile bei einer NGO untergekommen, doch auch er lebte monatelang auf der Straße. "Wenn ich daran zurückdenke, könnte ich weinen, weil es so eine fürchterliche Situation war", sagt der 13-Jährige mit dem runden Gesicht und den aufgeweckten Augen. Der Einschnitt in Ronalds Leben war der Tod seiner Mutter. Sein Vater heiratete noch einmal, seine Stiefmutter misshandelte Ronald schwer. "Deshalb beschloss ich, auf der Straße zu leben."
"Dort schläfst du hungrig ein und wachst hungrig auf", erzählt er. "Du schaust die ganze Zeit, dass du an Essen rankommst." Ronald bettelte oder sammelte Müll, für den er bei Schrotthändlern ein paar Cents bekam. "Doch auch dieses Geld wird dir in der Nacht oft gestohlen."
Überhaupt fand Ronald in der Nacht keine Ruhe, er war gehetzt, hatte Angst vor Dieben und Wachleuten, die die Straßenkinder verfolgten. "Kaum hörte ich Schritte, lief ich davon."
Berichtet Ronald von seiner Vergangenheit, wirkt er zurückhaltend und nachdenklich – und sehr reif für einen 13-Jährigen. Er spricht nicht nur von seinen persönlichen Erlebnissen, sondern setzt sie auch ganz allgemein in Zusammenhang mit dem Leben am untersten Rand der Gesellschaft, sagt Sätze wie: "Auf der Straße lernst du nur aus deinen Erfahrungen" oder "Auf der Straße kämpft jeder nur um sein eigenes Überleben."
Die Ursache, warum Kinder in Uganda auf der Straße landen, sind vielfältig: Manche laufen wie Ronald vor Gewalt in der Familie davon. Andere Straßenkinder sind Waisen, deren Eltern an Aids gestorben sind. Einige Kinder sind wiederum auf der Straße geboren, ihre Eltern sind selbst obdachlos. Zudem kommen viele Straßenkinder aus dem Norden des Landes. Sie flohen vor den Rebellen der Lord’s Resistance Army (LRA), die für die Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten berüchtigt ist. Wie viele Straßenkinder es in Uganda gibt, weiß keiner so genau, aber es werden wohl Tausende sein.
Bett, Essen und Medizin
Während Ronald erzählt, spielen gerade ein paar seiner Freunde in einem Hof Fußball. Gleichzeitig dröhnt aus einer Anlage Musik, einige kleinere Kinder toben herum. Ronald und all diese Kinder haben bei Save The Street Children Uganda (Sascu) ein neues Zuhause gefunden. Sie leben nun in einem Wohnheim, bekommen Essen, medizinische Versorgung und gehen zur Schule. In der Freizeit gibt es Tanzunterricht oder Sporttraining.
Aufgelesen hat die Kinder der Leiter des Heimes, Byaruhanga Innocent. Der 29-Jährige mit dem ruhigen Blick weiß, wo er Straßenkinder findet und wie er sie ansprechen muss. "Ich war selbst neun Jahre lang ein Straßenkind, bis ich von einer NGO gerettet wurde", berichtet er. Innocent wurde eine Schulbildung ermöglicht, danach arbeitete er bei einer Botschaft. "Doch mit den Gedanken war ich ständig bei den Straßenkindern. Denn auf der Straße gibt es nichts als Leiden", sagt der gläubige Christ. Schließlich begann Innocent, Kinder von der Straße bei sich aufzunehmen. Bis zu neun Kinder schliefen in einer Ein-Zimmer-Wohnung.
Eines Tages im Februar 2008 befand sich Innocent vor dem Speke Hotel im Zentrum Kampalas. Das Speke-Hotel liegt fernab von der Welt der Straßenkinder. Man spaziert hier unter gepflegten, weiß gestrichenen Rundbögen, durch gedämpftes Laternenlicht und klimatisierte Räume. Im Restaurant des Speke treffen sich Touristen, Geschäftsleute und Vertreter internationaler Organisationen. Innocent kam hierher auf der Suche nach Spenden.
Und er traf dabei auf die Österreicher Leo Stollwitzer und Ernst Steinicke. Stollwitzer, ein Politik-Analyst an der US-Botschaft in Wien, und Steinicke, ein Geographieprofessor an der Universität Innsbruck, waren eigentlich wegen eines wissenschaftlichen Projekts in Uganda. Sie wechselten mit Innocent nur ein paar Worte, ließen sich von ihm einige Informationen geben. Doch die Geschichte der Straßenkinder ging ihnen nicht aus dem Kopf. Und was als kurzer Kontakt mit Innocent begann, hat sich zur handfesten Zusammenarbeit ausgeweitet.
Denn Stollwitzer, seine Frau Gudrun Semmelrock, Steinicke und einige ihrer Verwandten und Freunde bilden mittlerweile den Vorstand von Sascu International. Unermüdlich bemühen sie sich, Spendengelder aufzutreiben, ihre Bekannten von dem Projekt zu überzeugen. "Es geht nicht darum, ganz Afrika zu retten, sondern ein paar Kindern das Überleben und den Schulbesuch zu sichern", sagt Stollwitzer.
Das Projekt ist in den vergangenen zwei Jahren gewachsen. In einem östlichen Vorort von Kampala wurde ein Haus angemietet, aus neun betreuten Kindern wurden fast 40. Neben Innocent gibt es nun einen weiteren Sozialhelfer, eine Köchin, eine Reinigungskraft und einen Wachmann. Doch immer wieder muss improvisiert, Geld aufgetrieben werden: Plötzlich sind gleich sieben Kinder an Malaria erkrankt und benötigen eine Behandlung. Und auch die verschiedenen Schulen müssen jedes Semester bezahlt werden.
Fußballer oder Anwalt
Die Ausgaben vor Ort verwaltet Marinka Sanc-George. Die Australierin mit ungarischen Wurzeln lebt seit fast 20 Jahren in Uganda und leitet eines der größten Reisebüros. In ihrer Freizeit übernimmt die resolute Geschäftsfrau das Monitoring des Projekts und treibt selbst Spenden auf. Oder sie fährt Schulen ab, um Preisnachlässe auszuhandeln. Erst kürzlich ist es ihr gelungen, in einer angesehenen Schule 17 Kinder unterzubringen, die nun gar die Aussicht haben, die Matura zu machen.
Damit könnten sich für den 15-jährigen Nicholas und die 14-jährige Bena ihr Traum erfüllen: Sie wollen beide Anwälte werden – Nicholas hält sich aber auch noch die Option Fußballprofi offen.
Bena berichtet, dass es ihr am Anfang schwer fiel, im Zentrum zu bleiben. Das aufgeweckte Mädchen mit der Stoppelglatze fühlte sich eingesperrt, war den geregelten Tagesablauf nicht gewohnt. Doch nun würde sie diesen Ort lieben, sagt sie, "weil sich Innocent so um uns kümmert."
Auch Nicholas betont, dass er sich bei Sascu wohlfühlt. "Hier werden wir endlich wie Kinder und Jugendliche behandelt. Wir haben ein Dach über dem Kopf und können zur Schule gehen." An seine Zeit auf der Straße, als er aus Mülltonnen Essen fischte, möchte er am liebsten nicht mehr denken, sagt der sportliche Bursche mit dem gestreiften T-Shirt. Ronald hingegen will seine Vergangenheit nicht vergessen. Sein Traum für die Zukunft? "Ich möchte anderen Straßenkindern helfen."
Printausgabe vom Freitag, 05. März 2010
Online seit: Donnerstag, 04. März 2010 17:48:28

Auch das ist Afrika - Zauberei und Fetisch-Kult







Voodoo und Fetisch-Kult: Zauberer sollen afrikanischen Teams bei der WM zum Sieg verhelfen...

...und gerade hat die letzte afrikanische Mannschaft 2:4 gegen die Urus verloren-sorry!

Als Tansanias Nationalteam zu Hause gegen die Spitzen-Elf aus Südamerika spielte, war das Ergebnis absehbar: 5:1 für Brasilien. Der Tansanier Herbert ist verärgert. "Wieso hat unser Fußballverband nicht die richtigen Zauberer besorgt?" fragt er. "Mit ihrer Hilfe hätten wir die Brasilianer hier auf unserem heimischen Boden problemlos geschlagen."

 Viele Tansanier teilen Herberts Meinung, obwohl der Fußballzwerg Tansania - Platz 108 der aktuellen FIFA-Weltrangliste - gegen den Listenersten Brasilien von vornherein als chancenlos galt. Doch «Juju», wie traditionelle Zauberei in Ostafrika genannt wird, ist seit jeher eng mit Fußball verbandelt. So eng, dass Tansanias Fußballverband dem Vernehmen nach das Geld für die Spieler-Gehälter bei der vergangenen WM-Qualifikation für Zauberer ausgegeben hat.

 «Als die Spieler nach ihrem Geld gefragt haben, präsentierten die Offiziellen stattdessen einen angeblich sehr mächtigen Juju-Meister», sagt der ehemalige Generalsekretär des tansanischen Verbandes, Mwina Kaduguda. «Wir waren besser als das gegnerische Team aus Kenia, aber danach haben die Spieler nicht mehr gekämpft - sie waren demotiviert, weil sie nicht bezahlt wurden.» Andere freilich behaupten, dass die siegreichen Kenianer einfach einen besseren Zaubermeister aufgeboten haben.

 Ob Juju, Gris-Gris oder Voodoo: Die den Naturreligionen verhaftete Magie ist in Afrika fester Teil des täglichen Lebens. Fußball, das beliebteste Spiel der Afrikaner, ist neben Liebe und Geschäft der Bereich, in denen die Zaubermeister und Priester in allen Teilen Afrikas immer wieder konsultiert werden. «Magie gehört in Afrika zum Leben dazu», erklärte ein algerischer Fußballfunktionär nach dem entscheidenden Sieg gegen Ägypten in der WM-Qualifikation. «Man muss nur wissen, welche Magie man wo einsetzt.»

 Wer an die Macht der Natur und der Vorfahren glaubt, für den ist es ausgemacht, dass dieses Mal ein afrikanisches Team Weltmeister wird. «Wenn afrikanische Zaubermeister das Meer überqueren müssen, verlieren sie ihre Macht», sagt der Ghanaer James. «Dieses Mal kann ihnen niemand etwas entgegensetzen: Der Pokal wird in Afrika bleiben, das steht fest.» Mit den Fans sind zahllose Zaubermeister in Südafrika eingetroffen, die ihren Spielern zum Sieg verhelfen wollen - entweder auf eigene Rechnung oder im Auftrag eines Teams. Offiziell bestätigen will das aber niemand.

 Doch manchmal machen die Zauberer Schlagzeilen: in den vergangenen Monaten etwa, als der «spanische Pepe», ein in Fußballkreisen bekannter Voodoopriester, dem brasilianischen Topspieler Cristiano Ronaldo das Ende seiner Karriere bescheren sollte - im Auftrag von Ronaldos portugiesischer Ex-Freundin. Ronaldo sicherte sich daraufhin angeblich die Dienste von Fernando Nogueira, einem anderen Zaubermeister. Die ganze Affäre wurde in Portugals Presse minuziös ausgebreitet. Welcher Zauber stärker ist, so die Quintessenz, soll sich im Lauf der Weltmeisterschaft zeigen.

 Der «spanische Pepe» wurde nach eigenen Angaben bei der WM 1990 von Kamerun damit beauftragt, das Nationalteam zu seiner bis dahin besten Vorstellung zu führen. «Wir haben uns in heiligen Wäldern versammelt und gemeinsam zu den Gottheiten gebetet», behauptet Pepe. Immerhin bis ins Viertelfinale haben es die Kameruner damals geschafft.

 Nur selten reden die Zaubermeister so offen über ihre Arbeit. Aber manchmal wird sie auch von selbst offenbar: 2007 rannte ein Voodoopriester aus Benin von den Zuschauerrängen aufs Spielfeld und entfernte einen Fetisch, den Togos Torwart am Tor aufgehängt hatte. Danach schoss Benin innerhalb weniger Minuten drei Tore - vorher hatten sie stets daneben geschossen. Benin qualifizierte sich dank dieses Sieges für den Afrika-Cup.

 In Johannesburg beschwört unterdessen der nigerianische Priester Tchegun eine Macht namens Shango, den Gott des Mutes und der Kraft. «Alles hat einen wahren Namen, der tabu ist, das gilt auch für den Fußball und für die Stadien», erklärt er. «Wie sollen die Weißen siegen, wenn sie diese Namen nicht kennen, wenn sie nicht wissen, gegen wen sie wirklich spielen?» Auch Tchegun ist sicher, dass bei dieser WM ein afrikanisches Team siegreich bleiben wird.
Von: Marc Engelhardt

Hier ein Link von der faz  - ein Bericht über Afrikas alltäglichem Zauber
Link - Hexenjagd in Afrika

Donnerstag, 1. Juli 2010

Uganda - Instrumente

Letzte Woche stöberten Miriam und ich in einigen Läden im "Afrikaviertel" und dort entdeckte ich für mich total unbekannte Instrumente. Inzwischen hab  ich mich schlau gemacht und hier nun ...


...ein Einblick in das Kunsthandwerk und den Instrumentenbau in Uganda


Man kann Rhythmus erzeugen, indem man in die Hände klatscht, oder man erzeugt Töne, indem man auf ihnen bläst.

Es gibt eine Vielzahl von leicht und hart geblasenen Blasinstrumenten. Dabei wird Luft in ein Mundstück geblasen, wodurch eine Schwingung erzeugt wird, die wiederum einen Ton erzeugt, ohne dass dabei die Lippen verwendet werden. Diese Methode findet sich auch im Zusammenhang mit dem Mundstück der Trompete. Solche Instrumente sind aus Ton, Holz oder Tierhorn gefertigt, heute werden sie natürlich auch aus Metall oder Kunststoff hergestellt. Einige dieser Instrumente werden als Kinderspielzeug oder auch in Ritualen verwendet.

Die verschiedenen Stämme in Uganda spielen ebenfalls auf Saiteninstrumenten, auf welchen sowohl improvisiert wird als auch die Begleitung von Texten gespielt. Diese Saiten können durch das Spinnen oder Drehen von Sisal, Hautstreifen oder Fasergeweben erzeugt werden. Instrumente, an welchen solche Saiten auf verschiedene Weise an unterschiedlichen Rahmenformen befestigt sind, werden gepickt, gezupft, geschrammelt, geschlagen oder gestreichelt. Manche dieser Instrumente sind nur temporäre Instrumente, dabei manche nur so kurz, dass wir sie hier gar nicht auflisten, wie z.B. dieses hier: eine Saite wird an einem Ende gehalten, indem mit den Zähnen darauf gebissen und das andere Ende gestreckt wird, während die rechte Hand die Saite zupft oder sie mit den Fingern streichelt. Verschiedene Noten können gespielt werden, indem die Saite dementsprechend gelockert und angespannt wird.



-Adungu, Adeudeu
Bogenharfe - Saiteninstrument

Die achtsaitige Ennanga der Buganda und die sechssaitige Adeudeu (Bogenharfe) der Iteso haben eine ähnliche Form wie die acht- oder mehrsaitige Adungu aus der westlichen Nilregion.

Die Adungu ist eine neunsaitige (gebogene) Harfe der Alur-Stämme aus dem nordwestlichen Uganda. Sie ist der Tumi-Harfe der benachbarten Kebu-Stämme sehr ähnlich, und sie wird auch von den Lugbara und Ondrosi in dieser nordwestlichen Region rund um den Nil verwendet. Die Harfe wird verwendet, um epische und lyrische Lieder zu begleiten, und sie wird auch als Soloinstrument oder in Ensembles eingesetzt. Spieler der Bogenharfe besassen bereits immer einen hohen sozialen Status, und sie gehören auch zum königlichen Gefolge. Heute wird die Bogenharfe nun auch in Kirchen gespielt.
Die Adungu besteht aus einem bogenförmigen Hals, einem Resonanzkörper aus Holz, in welchem der Hals befestigt ist, sowie aus einer Reihe parallel geführter Saiten unterschiedlicher Länge, die gezupft werden. Die Saiten sind an einem Ende am Resonanzkörper befestigt und laufen in einem schiefen Winkel zum Hals hin aus, wo sie befestigt sind und mithilfe von Wirbeln gestimmt werden.
Die erste, zweite und dritte Saite sind in Oktaven mit der sechsten, siebten bzw. achten gestimmt. In der traditionellen Musik ist das Instrument pentatonisch (fünf Töne) gestimmt, es kann im modernen Stil aber auch in einem diatonischen Mass gestimmt werden.
Endongo - Entongoli
Leier - Harfenlaute - Kora - Streichinstrument

Die Baganda bezeichnen sie manchmal als Endongo, wenn das Instrument zur Führung eines Hochzeitstanzes gespielt wird, (Embaga). Im östlichen Uganda wird ein ähnliches Instrument als Litungu bezeichnet. Die Bagishu spielten sie für den Schultertanz und bezeichneten sie als Kamabega.

Hierbei handelt es sich um den bekanntesten Vertreter der Buganda und der Busoga Region. Im Allgemeinen ist die Harfenlaute das Instrument der Griot-Vertreter, oder Lobliedsänger, wie dies die ähnliche Kora oder Soron bei den Menschen von Guinea, der Elfenbeinküste, aus dem Senegal, Gambia und Südmali ist. Es wird entweder als Soloinstrument gespielt oder zur Begleitung von Lobliedern verwendet. Die Endongo weist sechs bis acht Saiten auf, die gezupft werden. Die Struktur des Instruments unterscheidet sich aber von der eigentlichen Harfe sehr stark. Sie besteht aus einem grossen halbkreisförmigen Resonanzkörper aus Kürbis, über den ein langer und gerader zylindrischer Hals oder Querbalken verläuft, dessen unteres Ende sich über die Basis hinaus erstreckt und dazu dient, die Saiten zu halten. Die Saiten bestehen aus Ochsensehnen, die an plattierten Lederringen befestigt sind, die entlang des Querbalkens bewegt werden können, um die Saiten zum Klingen zu bringen. Die Saiten verlaufen entlang der zwei Seiten eines grossen gekerbten Stegs in der Mitte des Klangtisches, der sie in zwei parallele Sätze unterteilt. Der Spieler hält das Instrument vor sich, so dass er die Saiten zwischen dem Steg und dem Hals mit Daumen und Zeigefinger jeder Hand zupfen kann. Die Leier besitzt einen vierseitigen Rahmen, der aus dem Klangkörper, zwei Armen und einem Querbalken besteht.
Die Endongo, die Leier der Ganda (Baganda), besitzt eine Öffnung, und die Entongoli, die Leier der Songa, besitzt zwei Stücke aus Stoff, Rinde oder Bananenblättern, die um den Rahmen herum gewickelt sind. Die Saiten sind eng um die Faser gewickelt, was danach als Stimmwirbel dient. Die Saiten sind nicht in der Ordnung ihrer Tonhöhen angeordnet. Die höchste Tonhöhe im Stimmumfang ist die dritte von links, die niedrigste ist die fünfte Saite. Die Saiten 7, 2, 4, 1 und 5 sind in Oktaven gestimmt.
- Ennanga - Nanga
Holzzither - Saiteninstrument

Dieses Instrument wurde von den Hamiten nach Uganda gebracht, und es wird sehr häufig von den Stämmen der Bakiga und Acholi gespielt. Dieses Saiteninstrument streicht die erzählerische und Geschichten erzählende Tradition der Menschen hervor. Liebeslieder, Loblieder, Epen, Trauerlieder und lustige Lieder.

Afrikanische Zither besitzen einen bootsförmigen Resonanzkasten. In altern Darstellungen sind diese oftmals in der Hand von Frauen abgebildet.

Sie ist ein Soloinstrument und besitzt acht Saiten, die über eine hölzerne Wanne laufen. Eine Zither ist ein Instrument, bei welchem die Saiten parallel zum Resonanzkörper verlaufen, der sich über die gesamte Länge der Saiten erstreckt.
- Sekitulege- Berimbeau
Musikbogen - Saiteninstrument

Der Musikbogen ist die einfachste Form eines Saiteninstruments; man glaubt, dass es sich aus dem Jagdbogen entwickelt hat, der zum Abschiessen von Pfeilen konstruiert wurde. Der Musikbogen ist der Ursprung aller Saiteninstrumente, oder zumindest der Vorfahre der Harfe, und geht auf eine sehr frühe Zeitrechnung zurück.
Diese Version ist bei den Buganda und Busoga Stämmen sowie in der Region des Westnils sehr beliebt. Sie besitzt nur eine Saite, deren Tonhöhe von der Spannung des Bogens abhängig ist. Ihr Resonanzkörper aus Kürbis.
- Endingidi - Adigirgi
Röhrenfiedel - einsaitige Fiedel - Saiteninstrument

Dieses Instrument ist in den Regionen Buganda, Busoga, Ankole, Kigezi, westlicher Nil und Acholi bekannt. Es besteht aus einer einzelnen Saite, die an einem biegsamen Stock befestigt ist und manchmal einen Resonanzkörper besitzt. Anders als andere Einsaiteninstrumente wird diese Fiedel mit einem Bogen gespielt.

Diese Geige wird auch als Endingire, Akadingidi, Endingidi, Esiriri oder Shilili in den verschiedenen Bantudialekten bezeichnet; von den nicht-Bantu-Stämmen wird es als Arigirigi, Rigirigi bezeichnet. Dieses Instrument entnimmt seinen Namen dem Blasvorgang sowie der Tonart, die dieses Instrument erzeugt. Das Instrument wird gespielt, um Wörter oder Phrasen auszudrücken, so wie ein Papagei die menschliche Stimme imitiert. Es handelt sich im Wesentlichen um ein Soloinstrument mit Gesang, das aber auch als Duett, Trio oder gemeinsam mit anderen Instrumenten gespielt wird.
- Endere
Flöte - Blasinstrument

Die Flöte ist in allen Regionen Ugandas sehr beliebt mit fünf Grifflöchern. Sie wird sowohl als Solo- als auch als Begleitinstrument eingesetzt.

Die Endere der Baganda, die Omukuri der Banyankore und der Bakiga, die Akalere der Basoga sowie die Alamaru der Iteso sind in ihrer Herstellung wie auch ihrer Verwendung ähnlich. Das Instrument wird am leicht V-förmigen geschlitzten Ende des Instrumentes geblasen, wobei es für gewöhnlich vier Fingerlöcher aufweist. In Ankole (Nkole) wird das Instrument auch manchmal in der Begleitung von Trommeln gespielt. Werden die Instrumente nicht zur Tanzbegleitung gespielt, so spielen die Menschen darauf sanfte Melodien für das grasende Vieh sowie um Liebeslieder darzubieten. In Buganda kann es als Soloinstrument verwendet werden, im Duett aber auch in kleineren Ensembles. Ein solches Ensemble besteht aus der grössten Flöte (kiwuwa), der mittleren Flöte (enkoloozi); der drittgrössten Flöte (entengezi); sowie der kleinsten Flöte (entengo). In der Region Busoga ist es ein dominantes Instrument, das in Kombination mit anderen Blas- oder Schlaginstrumenten gespielt wird. Die Iteso spielen diese Flöte meistens als Soloinstrument, oder sie begleiten sie mit einem Akogo (Fingerklavier).
- Enkwanzi
Panflöte - Blasinstrument

Die Enkwanzi oder Oburere ist eine Panflöte, die aus der Region Busoga kommt und aus Elefantengras oder Bambus gefertigt ist. Es handelt sich dabei um gestopfte Flöten, was bedeutet, dass der Knoten der Pflanze das Hohlrohr stoppt und somit die Tonhöhe des Rohrs bestimmt. Die Rohre sind vom höchsten zum niedrigsten Ton hin angeordnet und mit einer Schnur zusammengeschnürt. Die Oberkante am oberen Ende jedes Rohres ist in einem rechten Winkel geschnitten, so dass der Spieler über die Oberkante hinweg blasen kann, ähnlich wie etwa beim Blasen über eine Flasche hinweg.

Diese Panflöte besitzt zumindest fünf Rohre. Die melodischen Möglichkeiten der Panflöte und anderer Flöten waren für die Entwicklung von Flöten mit Fingerlöchern wohl massgeblich.

Instrumente, die durch eine schwingende Luftsäule Töne erzeugen, werden als Aerophone bezeichnet. Bei den Flöten richtet der Musiker einen Luftstrom über die scharfe Kante eines offenen Mundstückloches in der Seite oder Oberseite des Rohres.
- Amakondeere - Engombe - Enzambe
Horn - Holztrompete - Blasinstrument

Diese Instrumente findet man im gesamten Gebiet Ugandas, und man glaubt, dass sie ihren Ursprung bei den Buschmännern und Hamiten haben. Die Verwendung von Holztrompeten ist eng mit Ahnenkult und Initiationsriten für Erwachsene verknüpft.

Diese Instrumente werden aus verschiedenen Materialien gefertigt. Trompeten mit hohen Tonlagen werden aus Antilopenhörnern gebaut. Trompeten mit mittlerer Tonlage werden aus Baumwurzeln ausgehöhlt. Diese Instrumente besitzen ein schräg geschnittenes Mundloch, so dass das Instrument in einer Querposition gespielt wird.

Instrumente mit niedriger Tonlage werden auch aus den Stämmen des Papayabaumes geschnitzt und werden in einer geraden Position durch ein Mundloch am Ende geblasen. In einem Ensemble dieser Instrumente bringt jeder Spieler seine individuelle Tonhöhe in einem rhythmischen Muster, das innerhalb eines sehr präzischen metrischen Rahmens definiert ist, zum Klingen. Die enge Verknüpfung der einzelnen Trompeten innerhalb dieses Rahmens in einem sehr schnellen Tempo.

Instrumente, die durch eine schwingende Luftsäule Töne erzeugen, werden als Aerophone bezeichnet. Hörner sind eine Art der Blechblas- oder Lippentoninstrumente.

Die Amakondeere der Baganda, Banyoro und Batooro, die Amagwala der Basoga und die Agwara aus der westlichen Nilregion (das Volk der Lugbara und Kebu) sind lange Hörner (Ton ähnlich wie jener von Trompeten), bestehen aus ausgehöhlten Holzrahmen, die an einem Ende grösser sind und ein Loch besitzen, um hier durchzublasen. Diese Instrumente werden in der Gruppe gespielt. Sie sind mit Kuhhaut bedeckt, um ihnen eine wunderschöne und verschiedenfärbige Oberfläche zu verleihen. Im Allgemeinen sind alle diese Gruppen königliche Instrumente. In Uganda, Bunyoro und Batooro wurde sie im Königspalast für Zeremonien wie Krönungen und Hochzeiten verwendet, ebenso wie für Jahresfeiern und Begräbnisse. In der westlichen Nilregion wurde die Gruppe gespielt, wenn die neuen Häuptlinge gefeiert wurden sowie zu allen anderen grossen Versammlungen.
 Agwara
quergeblasenes Horn - Blasinstrument

Diese Instrumente stammen von den Stämmen der Lugbara und Kebu aus der westlichen Nilregion und werden in Gruppen von sieben oder mehr gespielt. Diese quergeblasenen Hörner besitzen manchmal ein einzelnes Fingerloch, das für Vorschlagornamente eingesetzt wird.
Die Instrumente der Iteso und Karimojong sind aus Kuhhörnern gefertigt und besitzen nur ein Mundstück zum Kommunzieren und Abgeben von Signalen.

Instrumente, die durch eine schwingende Luftsäule Töne erzeugen, werden als Aerophone bezeichnet. Hörner sind eine Art der Blechblas- oder Lippentoninstrumente.

- Akadinda - Embaire - Entaara - Amadinda
Xylophon - Schlaginstrument

Die Holzstäbchen der verschiedenen Xylophone der Region können auf verschiedene Art und Weise zur Resonanz gebracht werden, um die Töne zu verstärken. Die Resonanzkörper können die Form kleiner hohler Objekte unterhalb jedes Stäbchens annehmen, die Form eines gemeinsamen Resonanzkörpers für alle Stäbchen, oder sogar ein Loch, das in den Boden gegraben ist. In dieser letzteren Form liegen die Stäbchen parallel zueinander über dem Loch, das etwa 70 cm tief und beinahe zwei Meter breit ist. Der Musiker schlägt die linken Stäbchen (den Bass) mit einem Schlegel aus ziemlich weichem Holz und die rechten Stäbchen mit einem schweren und krummen Schlegel aus extrem harten Holz an. Die Tasten einer kleineren Version dieses Xylophons sind über einem flacheren Loch angeordnet. Dieses kleinere Xylophon liefert melodische und rhythmische Ostinatos als Stichnote für das grössere Hauptxylophon, das unterschiedliche Themen spielt, um die Gottheiten dazu zu überreden, anlässlich der Zeremonien für den Vodun (Voodoo) zu tanzen. Ein Paar Rasseln und eine Eisenglocke runden immer das Spiel dieses Doppelxylophons ab, und das Spiel wird auch oftmals von Liedern begleitet.

Das Xylophon ist in der Bantu-Region sehr beliebt. Die Stäbchen sind entweder durch lange Stöckchen (bei den Baganda) oder durch kurze Stöckchen voneinander getrennt und auf Bananenstielen befestigt. Die Bakonzo und die Basoga verwenden sowohl kurze als auch lange Stöckchen. Die Stäbchen werden an ihrer Position gehalten, indem ein Faden durch kleine Löcher im Holz gefädelt wird.
Das Amadinda besitzt zwei "Schultern"; die auf dem Boden eingeschnitzt sind, so dass die Stäbchen, wenn sie nicht anders befestigt sind, sich nach ihrer Positionierung auf den Bananenstielen nicht bewegen. Heutzutage ist das gesamte Instrument aus Holz gefertigt.

Die Amadinda und die Akadinda unterscheiden sich in Grösse und Anzahl der Holzstäbchen, obwohl beide in einem pentatonischen Mass mit gleichen Intervallen gestimmt sind. Die Amadinda besitzt grössere Stäbchen. Früher besass diese bis zu 22 Stäbchen. Es benötigte fünf Männer, um die Version mit 17 Stäbchen sowie sechs Männer um die Version mit 22 Stäbchen zu spielen. Das grössere Instrument ist heutzutage äusserst selten anzutreffen und wird für den Kabaka (den König der Baganda) gespielt. Heute kann die Akadinda zwischen 10 und 20 Stäbchen besitzen, und die Amadinda besitzt 12 Stäbchen und wird von drei Männern gespielt. Ein Spieler spielt nur die zwei höchsten Töne, während die anderen zwei Musiker verschiedene Melodien auf den übrigen zehn Stäbchen spielen. Diese Melodien sind oftmals Abwandlungen von Vokalstücken, die für das Xylophon adaptiert wurden. Das Wechselspiel zwischen den Melodien der Spieler (wobei jeder in Oktaven spielt) erzeugt eine dritte Melodie mit einem längeren metrischen Zyklus. Durch diese miteinander verflochtene Technik können zwei Spieler eine einzelne Melodie in einem sehr schnellen Tempo spielen, ohne dass die Spieler dabei sich extrem körperlich betätigen müssen. Die Kompositionsstruktur der von beiden Instrumenten gespielten Stücke ist im Wesentlichen gleich, nur dass die 20-Stäbchen-Amadinda von vier Musikern und die Version mit 10 Stäbchen von einem Solokünstler (so etwa anlässlich des Hochzeitstanzes (der Mbaga) gespielt wird.

Instrumente, die durch die Schwingung ihrer gesamten Körper Klänge erzeugen, werden als Idiophone bezeicnet.
Akogo - Likende - Akadongo - Sansa - Mbira - Akalimba
Daumenklavier - Schlaginstrument

Für dieses Instrument gibt es viele verschiedene Namen: Kalimba, Sansa und Mbira sind die am weitesten verbreiteten Bezeichnungen. Dieses Musikinstrument besteht aus einer Reihe flexibler Metall- oder Rohrzungen unterschiedlicher Länge, die an einer Holzplatte oder an einem trapezförmigen Resonanzkasten befestigt sind. Heute wird der Resonanzkasten aus Kiaatholz gebaut, und die Zungen bestehen aus hochqualitativem Federstahl. Der Musiker hält das Instrument in beiden Händen und zupft mit seinen Daumen die leicht nach oben gedrehten freien Enden der Zungen. Die Anzahl und Anordnung der Zungen oder Lamellen variiert regional. In Uganda wird das Instrument gewöhnlich als Soloinstrument gespielt, um etwa den einsamen Treck eines Reisenden oder die lange Wachzeit eines Nachtwächters zu erleichtern. Das Instrument begleitet ein Repertoire an "Liedern zum Nachdenken" oder von Männern und Frauen gesungenen Trauerliedern.

In Buganda ist das Instrument als "akadongo kabaluru" oder "kleines Instrument des Alur-Stamms" aus der nordwestlichen Nilregion bekannt. Die Mbuti-Pygmäen in Amba verwenden Rattanrohrtasten sowie einen U-förmigen Steg. Der Stamm der Basoga spielt verschiedene Sansastile.
Sansas werden gewöhnlich in eine diatonische G-Dur-Tonleiter gestimmt, obwohl sie jederzeit in eine beliebige Tonleiter zurückgestimmt werden können.

Instrumente, die durch die Schwingung ihrer gesamten Körper Klänge erzeugen, werden als Idiophone bezeicnet.
- Engalabi
Lange Trommel - Schlaginstrument

Diese traditionelle Trommel besitzt einen Kopf, der aus Reptilienhaut gefertigt und an einem hölzernen Resonanzkörper befestigt ist. Die Engalbi aus der Region Buganda spielt bei Zeremonien und im Theater eine sehr wichtige Rolle. Sie wird als " Okwabya olumbe" bezeichnet, d.h. Nachfolgers eines Verstorbenen; es gibt in der Lugandasprache der Baganda das Sprichwort "Tugenda mungalabi", was so viel heisst wie, wir gehen zur Engalabi, d.h. "lange trommeln".
Beim Spielen der Trommel dürfen nur die blossen Hände verwendet werden.

Instrumente, die Klänge durch die Schwingung einer gedehnten Membran oder Haut erzeugen, werden als Membranophone bezeichnet. Trommeln gibt es in vielen verschiedenen Formen.
- Engoma
Ugandische Trommel - Schlaginstrument

Embuutu; grosse Trommel, Empuuny; Basstrommel

Während grössere Versionen dieser Trommel traditionellerweise aus alten Hartholzbäumen geschnitzt werden, sind diese Trommeln heute aus Kieferholzplatten gefertigt, die gemeinsam wie Fässer zusammengesetzt sind. Kleinere Trommeln werden auf einer Drehbank laminiert und gedreht und können einen Strick besitzen, um das Instrument zu tragen. Alle diese Trommeln besitzen Köpfe, die aus Haut gefertigt sind, die von Stiften gehalten wird, die in die Seiten der Trommeln gehämmert wurden.
Diese Trommel gefiel mir auch gut!
- Entenga - Namandu
- drum chimes - drum set - percussion instrument

- Ensaasi - Akacence - Enseege
Schüttelrohre- Schlaginstrument

Schüttelrohre bestehen aus Kürbis- oder Muschelpaaren, die manchmal Stockgriffe besitzen: Sie werden zur Begleitung traditioneller Instrumente verwendet. In den zentralen und nördlichen Regionen in Uganda (z.B. Alpaa Region) gibt es Schüttelrohre, die einen kontinuierlichen Ton erzeugen, wenn die Perlen sich im Kürbis oder in der Muschel von einer Seite zur anderen bewegen. Im Allgemeinen erzeugen diese Schüttelrohre dadurch ein Geräusch, dass viele kleine Objekte wie etwa Kieselsteine im Inneren des Körpers gemeinsam geschüttelt werden.
Instrumente, die Klänge durch Schwingung ihrer gesamten Körper erzeugt werden, bezeichnet man als Idiophone.
Das hört sich wirklich gut an. Hatte ich auch in den Händen.
- Ebinyege - Binyege (Entongoro) Rasseln - Schlaginstrument

Diese haben ihren Ursprung in Bunyoro und in der Batooro (Toro) Region in Westuganda entlang der Ausläufer des Ruwenzori Gebirges. Die Samen werden in diese trockenen Früchte eingefüllt, um rhythmische Muster zu erzeugen, wenn diese geschüttelt werden.
Die Ebinyege werden an den Beinen der Männer befestigt, um zum Klingen gebracht zu werden, und der Runyege-Tanz (Werbungstanz der Batooro) ist nach den Ebinyege benannt und besitzt somit einen hohen Stellenwert.


Die hatte ich auch an den Beinen und war versucht sie zu kaufen. Habs dann doch gelassen. 





- Endege
Knöchelglocken - Schlaginstrument
Tänzer haben oftmals Metallglöckchen an ihren Knöcheln befestigt, um ihre Bewegungen in Tönen auszudrücken.

Fahrradtour durch Uganda

Interessant, was ich in dem Link unten las.

Es ist noch etwas ganz anderes, wenn man abenteuermäßig mit dem Rad durch dieses Land reist!

Natürlich nicht so!







http://www.afrika-erleben.de/Fahrradtour-im-Westen-von-Uganda-bergauf-und-bergab-2009.html

Citronella oder Zitronengras



Das Zitronengras (Cymbopogon citratus, Syn.: Andropogon citratus DC.), auch Westindisches oder Guatemaltekisches Lemongras oder Sereh genannt, ist eine mehrjährige, einkeimblättrige Pflanze und gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae).
Die medizinische Bezeichnung lautet: Herba Andropogonis


Sarah meinte, ich müsse auch über Citronella-Zitronengras schreiben, da es auch hier angepflanzt wird und ein wunderbares Mittel gegen die Moskitos ist. Hier werden Gläser mit dem Citronellaöl auf die Tische gestellt, oder man reibt sich mit dem Öl ein. Wer das alles nicht machen möchte, für den hab ich unten ein paar Links mit köstlichen Rezepten. So und hier könnt ihr noch ein bisschen gescheiter werden, wenn ihr alles andere auch noch lest!


Herkunft
Cymbopogon  ist nur in kultivierter Form bekannt. Die Herkunft der Wildform ist ungeklärt. Angebaut wird es in großen Teilen des tropischen Asiens und Südamerikas.

Verwendung

Küchenfertiges Zitronengras
Die schilfartigen Blätter werden vor allem frisch in der Küche als Gewürz verwendet. Getrocknetes Zitronengras ist in Stücken oder gemahlen im Handel, weist aber nur schwaches Aroma auf.
Die langen, frischen Blätter werden in Asien (zum Beispiel in Thailand) auch zur Erzeugung durstlöschender Teegetränke verwendet. In der Küche werden nur der saftige Stiel und die Basis der Blätter genutzt.
Der Geschmack ist frisch und zitronenartig mit einem Hauch von Rosenduft. Es verleiht damit zubereiteten Speisen einen besonders rundes Aroma. Typisch ist es für viele vietnamesische und indonesische Gerichte. In Mitteleuropa ist die Geschmacksrichtung eher unbekannt und wird als exotisch empfunden.
Sein ätherisches Öl hat einen zitronenähnlichen Geruch und Geschmack und enthält überwiegend Citral (bis über 80%) und bis zu 20% Myrcen.
Die ätherischen Öle von Zitronengras und anderen aromatisch duftenden Süßgräsern werden auch in abschreckenden Mitteln gegen Stechmücken (Repellents) verwendet.


Die abgebildete Metalldose benutze ich seit letztem Jahr schon in Oldenburg. Na ja, Moskitos gibts da auch. Wir nennen sie nur Stechmücken!

Ähnliche Arten

Das „Ostindische“ oder „Indische Zitronengras“ (Cymbopogon flexuosus) stammt aus Indien, wird aber eher für die Parfümherstellung und als Heilkraut kultiviert, jedoch nicht als Gewürz. Das ätherische Öl enthält ebenfalls bis über 80% Citral, aber nur wenig Myrcen.
„Citronella“ ist ein duftendes Süßgras mit dem wissenschaftlichen Namen Cymbopogon nardus. Sein ätherisches Öl enthält hauptsächlich (nach Unterart schwankend) Geraniol undCitronellal.
„Palmarosa“ (Cymbopogon martinii) hat dagegen kaum einen Zitrusduft, sondern riecht eher süßlich-blumig. Sein ätherisches Öl bestehen vor allem aus Geraniol und maximal 10% Citronellal.

Städtepartnerschaft in Uganda besiegelt

Witzenhausen. Nach neunjähriger Verlobungszeit sind Witzenhausen und Kayunga (Uganda) jetzt Partnerstädte: Beim ersten Besuch einer offiziellen Delegation aus der Werrastadt wurde die Urkunde von Vertretern beider Städte unterzeichnet.

An der Spitze der neunköpfigen Reisegruppe stand Bürgermeisterin Angela Fischer. Ihr gehörten außerdem Vertreter verschiedener Einrichtungen und Organisationen an, die auf dem Gebiet der internationalen Zusammenarbeit tätig sind.

Seit Jahren unterstützt Witzenhausen die Stadt in Ostafrika mit materieller Hilfe, aber auch mit Wissenstransfer. Abordnungen aus Kayunga kommen regelmäßig in die Werrastadt. Die Witzenhäuser Delegation wird nach einwöchigem Aufenthalt im Laufe des Donnerstags zurück erwartet. (wke)

Kayunga liegt im Mukono-District ca. 76 km von der Hauptstadt Kampala entfernt. Bis nach Kayunga führt eine Asphaltstraße, die ab Mukono allerdings sehr schlecht ist. Ab Kayunga gibt es nur noch Erdstraßen. Von Kayunga kann man in ca 2 Stunden die Hauptstadt und in 1 Stunde die Industriestadt Jinja erreichen. 
Kayunga liegt nahe zum Nil und dem Lake Kyoga, der allerdings in der Nähe von Kayunga aus Sumpf besteht. Der nahe gelegene Lake Victoria und die ca. 1000 m hohe Lage machen das Klima in Kayunga angenehm, trotz hoher Temperaturen. 

Mein Tag am 30. Juni bei Sarah

Am Morgen wurde ich mit einem "Star"-Konzert begrüßt. Dachte zuerst, das hört sich wie unsere deutschen Amseln an, waren aber die hiesigen Stare.

Als ich meine Sandalen anziehen wollte, entdeckte ich diesen hübschen Salamander, der sich darin versteckt hatte.

Die letzte Maisernte

Der restliche Mais ist geerntet und der Blick ist nun frei auf den See und die andere Seeseite mit Blick auch auf das Haus von Maria Prean. Vision für Afrika hat auf der gegenüberliegenden Seite den "Gebetsberg" und eben auf diesem Hügel steht dieses riesige Haus, das ich aber aus der Nähe noch nicht zu Gesicht bekam. Doch zur Maisernte:
Die Maiskolben trocknen in der Sonne, ebenso die Brotreste. Ihr fragt Euch warum Brotreste? Das sind die Endstücke der Toasbrote. Afrikaner schneiden sogar den Rand vom Toasbrot ab. Dieser wird also getrocknet und zu Paniermehl im Mörser zerstampft.

dies hier ist mutiert!
Ein Exemplar der Kuriositäten.

so ein Sack ist dann trotzdem immer noch ganz schön schwer.

das sind die letzten 3 Säcke, die in die Vorratskammer noch gebracht werden müssen.
Die Kinder lieben es, die Maiskolben über dem Kohlefeuer zu rösten und zu essen. Ab und zu wird auch ein ganzer Eimer Popcorn hergestellt. Aber nicht süß, wie wir es vom Kino usw. gewohnt sind, sondern mit Salz bestreut.
Schmeckt hervorragend.