Montag, 28. Juni 2010

Naomis Kahlschlag hinterm Haus...

verbessert die Aussicht und füllt den Magen!
Nachdem Jean, Tom und Ryan sich verabschiedet hatten, holte Naomi ihr Samureischwert hervor um im Garten die Maisernte einzubringen. Da zeigte sie, was sie gelernt hatte. Von rechts und links, von oben, rüber und nüber und wieder hin und her, bis jede Pflanze geköpft war. Das ist wirklich nicht einfach! Die Bilder sprechen für sich!
Jetzt kommt auch wieder die Mauer zum Vorschein und im Hintergrund der Lake Victoria!
Das war die erfolgreiche Ernte, die erst trocknen musste, bevor sie in Säcke verstaut werden konnte.

Heiko weg - Neues Office!

Na Heiko, ob Du Dein ehemaliges Zimmer wieder erkennst? Nun ist es soweit, das Haus oben ist fast leergeräumt und nun haben wir hier ein freundliches, großes und helles Büro in Rufweite von Sarah!
links Eingang Büro und meine Tür ist rechts
sieht doch gut aus, oder?
Platz für alle Ordner. Endlich!
Ja, und wo mein reingeht, kann man normalerweise auch wieder raus!

26. Juni Abschiedsfrühstück mit "Dr. Dr., Dr. und nothing!"

Dr. Dr. Jean und ihr Mann Dr. Tom Reed mit Ryan McCabe waren zum Frühstück eingeladen, denn Ryan, der in Jinja als Missionar lebte, bekommt ein neues Wirkungsfeld im Nordosten von Uganda in Karamoja mit den Reeds und alle drei wohnen in Nakapiripin.
Fragt mich nicht, welche Doktorarbeiten sie geschrieben haben. Sie sind einfach unkompliziert und Frohnaturen! Tom ist auch Missionar und wird dort oben im Norden, so wie Papa Fischer sagte: "Jesus-Geschichten erzählen!"

Als besonders ursprünglich und sehr kriegerisch gelten die Karamojong im äußersten Nordosten.
Norduganda gilt seit jeher als das vernachlässigte Armenhaus des Landes. Fruchtbare Gebiete gibt es lediglich  westlich des Albert-Nils und am Lake Kyoga, wo Baumwolle, Kaffee und Tabak in Form cash crops angebaut werden. Trockenheit, Erosion, Bürgerkrieg, politische Unbeugsamkeit und daraus resultierende Benachteiligung gehören zu den Hauptgründen für die mangelhafte Entwicklung der gesamten Region.
Schon die Briten sahen im Norden vorwiegend ein Reservoir für billige Arbeitskräfte und Soldatenaushebungen. Nach der Unabhängigkeit war der Norden Schauplatz ethnischer Auseinandersetzungen zwischen Langi, Teso, Acholi, Karamojong, sudanesischen "Nubiern" und "West Nilers".
Kriege, Plünderungen verschiedener Armeen, Rachefeldzüge, Zwangsrekrutierungen (gerade in Karamoja) und der Zustrom hunderttausender Kriegsflüchtlinge aus dem Sudan führten zu Hungersnöten. Grupppen schwer bewaffneter Viehdiebe (Cattle Rustlers") suchten vor allem Karamoja und die angrenzenden Distrikte heim und führten untereinander  erbitterte Kämpfe. Zuletzt kam es 2005 und 2007 zu erbitterten bewaffneten Auseinandersetzungen um Viehbestände in Karamoja, in deren Folge mehrere hundert Menschen starben. 2001 startete die ungandische Regierung ein groß angelegtes Entwaffnungsprogramm, un eine dauerhafte Befriedung Karamojas zu erreichen. Das Programm musste 2002 als gescheitert beendet werden - nur 9000 der geschätzt ca. 100.000 Handfeuerwaffen in Karamoja konnten konfisziert werden. Nach neuerlichen blutigen Auseinandersetzungen in Nordkaramoja im Zusammenhamg mit dem von der Zentralregierung in Kampala befürworteten Goldabbau bei Kaabong durch einen südafrikanischen Minenbetreiber wurden Ende 2006 ein weiteres Entwaffnungsprogramm gestartet.
Auch dieses Mal stehen die Chancen der Regierungssoldaten schlecht, ihr Ziel mit Gewalt zu erreichen., zumal den von spärlichen Einkünften aus der Landwirtschaft und Viehzucht abhängigen Karamojong-Kriegern alternative Einkommensmöglichkeiten zu gewaltsamem Viehdiebstal, Waffenhandel oder Schmuggel fehlen.
Wer mehr erfahren möchte kann über diesen Link noch mehr lesen ...

In dieses Gebiet sind unsere drei Freunde aufgebrochen!
Jean ist eine kernige Frau mit einem herzhaften Humor und strahlenden Augen, Tom hab ich als einen Mann mit einem liebenden Herzen erlebt und Ryan ist bei diesen beiden Menschen einfach gut aufgehoben. Gern würde ich sie mal besuchen!!! Vielleicht beim nächsten Mal?
Aber zurück zu unserm gemeinsamen Frühstück, das zu diesem Zeitpunkt, als diese Bilder gemacht wurden schon beendet war. Wir setzten uns auf die Terasse und quatschen einfach miteinander.Diese Beiden waren eine Woche von Sarah in Kingfisher eingeladen. Missionare können sich sowas nicht leisten, oder?
Dr. Dr. Jean von der Sonne geblendet! Ein paar Fotos mehr seht ihr auf dem Post  vom 20. Juni (Abend).
hier packt Ryan sein Abschiedsgeschenk aus!
alle Zutaten für den berühmten "Afrikakaffee".
Da werden dann Erinnerungen an Sarahs Frühstückszeiten wach!
Gut behütet durch den Regen...
oder Heiligenschein?
Nein, er ist kein Scheinheiliger!
Also Euch Dreien "Gottes Segen"! Ja und da ist alles drin, was Ihr braucht und ein paar Extras getarnt auch als frohmachende Überraschungen! Behüt Euch Gott, bis wir uns wieder sehen!!!

25. Juni - Bummel in Jinja

Es gibt in Jinja ein spezielles Viertel, in dem afrikanische "Andenken" verkauft werden. Hab auch was ganz feines entdeckt. Natürlich verrate ich das hier nicht!
Miriam und ich schauten uns ganz gemütlich um und sie entdeckte folgendes:
hier gehts in ein christliches Cafe
und wenn man durchgeht kommt man in die Kirche. Links das Schild weist darauf hin.
rechts sieht man das Cafe von hinten
Banner an der Wand. Auf den Stuhlen darunter sitzt der Chor?
ist doch klar. Handgeschnitztes Schild
Die Quelle für gutes Essen, in jeder Hinsicht.
Quell-Cafe gehört alles mit zur Kirche
wurde 1924 erbaut und sieht sehr gepflegt aus
auch das Internetcafe und ein Verkaufsraum mit wunderschönen Sachen gehört dazu.
einmal rein und einmal raus.
Schilder gibt es hier jede Menge und in allen Größen. Das wär was für unsere Rose!
Dieses hatte eine ganz besondere "Nachricht"!
Yeah, Amen!
afrikanische Kunst an einer Cafe-Wand


und noch eins.
hier machten wir es uns gemütlich und aßen
ja, was denn?
Kürbissuppe und Thai-Hühnchensuppe mit Brot und zum Schluss ein frisches, gebackenes, schokoladiges, leckeres, noch lauwarmes BROWNIE
zwei afrikanische Raben tauchten auf
und wir tauchten etwas später unter und fuhren mit dem Taxi ca. 9 km nach Hause. Da es ja um 18 Uhr stockfinstere Nacht ist nimmt man am besten ein "privates Taxi" und lässt sich bis zur Haustür bringen.

25. Juni Besuch in Trish's Weberei

Während die Kinder am Plätzchen backen waren, besichtigten wir die Weberei von Trish.
Die Weberei
Schuhe bleiben draußen
Blick ins Innere
Hier wird die Spindel befüllt.
hier erkennt man das Webmuster im weißen Webstück
die junge Frau rechts knotet die Fransen und auf dem Stuhl sitzt Opio, unser Fahrer. Das ist auch der Verkaufsraum von den gewebten und auch genähten Sachen.
Das Sortiment der Garne
Eine der Näherinnen
einer von mehreren Webstühlen und aus dieser Zusammenstellung hab ich wohl eine Decke gekauft.
und hier wieder ein anderer Webstuhl
hier wird mit Händen und Füßen gearbeitet.
er hat ganz schön zu tun
ein letzter Blick zurück
und dann gings wieder zu Trish um mit Opio nach Jinja zu fahren. Naomi wurde später nach Hause gebracht und konnte so den Rest des Nachmittags im Pool spielen.