Sonntag, 6. Juni 2010

Aus Uganda herzlichste Geburtstagsgrüße


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…und alles Gute für Dein neues Lebensjahr.

Miriam, viele Kinder und ich feiern heute hier in Jinja-Uganda Deinen Geburtstag und bringen Dir ein Ständchen!!!

Freitag, 4. Juni 2010

Alt werden in Afrika…

...ist anders als in Deutschland – es hat nichts mit Rente und sozialer Absicherung zu tun. Wurden früher die alten Menschen von ihren Familien versorgt, so stehen sie heute sehr oft aufgrund von HIV/AIDS allein da, wenn ihre eigenen Kinder bereits gestorben sind und eine Schar von verwaisten Enkeln zurücklassen. In dieser aussichtslosen Lage versucht die Organisation ROTOM verarmten und einsamen Senioren in Uganda zu helfen. (Reach One–Touch One–Ministries) wird vom ugandischen Sozialarbeiter Kenneth Mugayehwenkyi und einem engagierten einheimischen Team geleitet, Kenneth war es auch, der ROTOM im Oktober 2003 gegründet hat. Mittlerweile wird die Organisation von ehrenamtlichen Freunden in Deutschland, Kanada und den USA unterstützt. Seit Anfang 2007 arbeitet das deutsche Missionswerk Frohe Botschaft im Bereich „Senioren-Patenschaften“ sehr eng mit ROTOM zusammen.

ROTOM ist bislang nur in zwei Regionen Ugandas tätig; Ein Seniorenprojekt befindet sich in der Stadt Mukono
, ca. 60 km östlich der Hauptstadt Kampala gelegen. Das zweite Arbeitsgebiet ist die Gegend um Kabale, ganz im Südwesten Ugandas, nahe der Grenze zu Ruanda und zum Kongo. Das dortige Kontaktbüro befindet sich an der Haupstraße in Muhanga. Bei ROTOM besteht die Möglichkeit, eine persönliche Patenschaft für einen alten Menschen in Uganda zu übernehmen. Für 25 Euro im Jahr erhält ein Senior dann medizinische Betreuung, die nötigen Dinge des alltäglichen Lebens und ein gesundes Zuhause.

1. Juni 2010 - Tag 4 - King Fisher und Gewitter

Trotz Internetstick komme ich nicht ins Internet und speicher daher erst mal meine Aufzeichnungen auf meiner Festplatte.
Um die Mittagszeit machten wir, Miriam, Heiko http://heikobloggt.blog.de/2010/05/31/vergangenen-tage-8705439/ und ich uns auf den Weg zum King Fisher Resort. Wir wohnen ja in dem Haus von Sarah, das sind etwa 10 Minuten zu Fuß.

Es ist Heikos letzter Tag hier bei uns. Das KFR ist ein traumhafter Ort zum relaxen und ganz besonders gut auch für Familien geeignet.

Bekamen zu Mittag dort frisch gepressten Ananassaft serviert, der nicht mit unserer Ananas zu vergleichen ist! Einen leckeren Salat,Chabatti und gebackene Bananen teilten wir uns zu dritt. Und die Katzen leisteten uns Gesellschaft.

Ja und dann bekam ich den Minigolfplatz zu sehen, das "Kind" von Heiko und Miriam.
http://mosesschwester.wordpress.com/2010/04/19/spielplatz-im-kingfisher-teil1/
Mein Kompliment, was da aus Reifen, Ziegeln, Plastikrohren und Beton entsteht, sogar das Nilpferd entstand unter Heikos Händen!

Während Miriam noch einiges erledigte, entspannte ich mich im Liegestuhl unter den Palmen.

 Ein kurzer Abstecher zum Strand gemacht

Dann zogen Gewitterwolken auf. Also ab in den Bus, den Miriam fuhr. War das erste Mal für mich, als Miriams Beifahrer von ihr kutschiert zu werden. Na ja, wer hier Autofahren lernt, der kanns. Gelten zwar andere Gesetze auf den Straßen, aber wenn man nicht herzkrank ist übersteht man das.

Kaum waren wir daheim, fing es zu regnen an. Selbst der stärkste Regen in Deutschland lässt sich damit nicht vergleichen. Das ist unbeschreiblich, das Wasser fällt wie aus Kübeln vom Himmel mit Getöse runterklatscht. Heiko hatte noch einen weiten Weg zum Flughafen. Wir gehen davon aus, dass er gut weggekommen ist. Ja und dann war mal eben wieder für Stunden der Strom weg. Hier verstehen es die Menschen auf offenem Feuer unterm Vordach bei solch einem Guß ein schmackhaftes Essen zu kochen.
Bei Kerzenschein gabs Pellkartoffeln mit Leberkäs! Ha,ha typisch afrikanisch? Das kommt, weil Sarah lange in der Nähe von Stuttgart gelebt hat! Also wir aßen bei Kerzenschein, denn hier ist es ab 19 Uhr ja stockduster.
Durch meinen Husten bedingt schreibe ich diesen Blog an meinem 5. Tag. Der Hahn kräht Es ist 5 Uhr und Rosi steht gleich wieder auf um für die Kinder zu sorgen, die zur Schule gehn.

29. Mai - unterwegs nach Jinja


Hier ein paar Fotos von diesem Tag. Morgens 5 Uhr gings los und genau 24 Stunden später verließ ich den Flughafen in Entebbe.
morgens auf dem Bremer Bahnhof
















in Köln fuhr mein Schatz grade raus  und ich rein in den Bahnhof. Wir trafen uns dann später im Frankfurter Fernbahnhof.
 wir hören hier ein Lied. Welches könnte das sein?
nein, nicht das von "über den Wolken..." , aber eins von Reinhard M.!

...hier kurz vor der Landung in Kairo. 5 Minuten später ist alles finstere Nacht. In Kairo hatte ich 2 Stunden Aufenthalt und hab den Weg in das richtige Flugzeug tatsächlich gefunden!
Am 30. Mai morgens um 5 Uhr holte uns ein Fahrer mit dem Hotelbus vom Flughafen in Entebbe ab. Große Freude.

Endlich da!

1. Juni Tag 4 - Wenn der Hahn kräht um 5.00 Uhr...

...steht Rosi auf und zündet das Feuer für den Wasserkessel an. Sie ist mit 14 Jahren die Älteste der Kinder, die hier wohnen.Sie sorgt auch dafür, dass die anderen Kinder rechtzeitig aufstehen und das ist dann noch nicht mal 6 Uhr. Was mich erstaunte war, mit welcher Selbstverständlichkeit diese Kinder aufstehen, sich für die Schule fertig machen und frühstücken. Alles geht ganz still und leise vor sich.

Dies war die erste Nacht, in der ich nur deshalb nicht so gut geschlafen habe, weil mich jetzt der Husten erwischt hat. Um 5 Uhr stand ich auf und konnte so das morgendliche Prozedere der Kinder life miterleben. So lautlos sie sich morgens fertigmachten und frühstückten, sind sie dann auch auf einmal verschwunden und haben sich auf den Weg zur Schule gemacht.
Ich bin froh, nicht in einem der Häuser auf der Hotelanlage zu wohnen, sondern ganz nah mit Miriam den Alltag erleben darf. Grade kommt Miriam zu mir und berichtet, das unser Bundespräsident von jetzt auf gleich sein Amt niedergelegt hat!?
Selbst hab ich noch nicht die Möglichkeit ins Internet zu gehen, aber das kommt noch. Wobei das auch nicht immer möglich ist, weil der Strom des öfteren weg ist und alles andere wie hochladen sehr lange dauert. Und mein Laptop da noch größere Schwierigkeiten wohl hat.
Macht aber nichts. Denke, dass das in den nächsten Tagen trotzdem mal klappt.

30. Mai 2010 - Tag 1 in Uganda - Ich Tarzan, du Jane?

Es ist 19 Uhr und stockduster. Miriam und ich sitzen auf unseren Hotelbettzimmern mit unserm Laptop, um unsere Blogs zu aktualisieren.
Heute morgen um 5 Uhr wurde ich von Miriam am Flughafen in Empfang genommen. Zuvor erlebte ich ein grandioses Schauspiel am Himmel.
Kurz vor der Landung in Entebbe wurde der Himmel von Blitzen erhellt und kaum standen wir setzte ein Weltuntergangsregen mit einer solchen Intensität ein,
sodass wir nicht aus dem Flugzeug rausgelassen wurden. Normalerweise geht man hier zu Fuß in das Flughafengebäude. Zwei Busse wurden eingesetzt,
aber selbst das war für eine halbe Stunde nicht möglich. Der Sturm ließ nach, wir schnell in den Bus, doch der war irgendwie undicht.
Es regnete also auch im Bus. Gepäck kam durch diesen Einbruch auch erst später aufs Band, aber das machte alles überhaupt nichts!!!
Wir fuhren dann mit dem Hoteltaxi ins Central Inn und blieben bis zum Frühstück auf.
Nach einem Kurzschlaf ging´s zu Fuß Richtung Botanischen Garten. Dieser wurde kurz nach der vorletzten Jahrhundertwende gegründet und umfasst neben einem Mosaik
kleiner Gärten mit tropischen Öflanzen aus allen Erdteilen  auch eine "dschungelartige" Restwaldfläche natürlichen Ursprungs. Kaum jemand weiß, dass hier die ersten Tarzan-Filme mit Johnny Weissmüller gedreht wurden.
Der am Ufer des Lake Victoria errichtete Anlage hat die politischen Wirren der 1970er und 1980er Jahre recht gut überstanden und ist dementsprechend gepflegt.
Einfach beeindruckend, was es dort auf dem Gelände zu sehen gab.
Unter anderem Bambus auf dem die Affen spielten, Libellen die uns im Rudel begleiteten, Schmetterlinge usw.
Miriam ist ein prima Guide. Sie weiß einfach gut Bescheid und hat mir einen unvergeßlichen Tag beschert, den wir in einem tollen kleinen Restaurant auf dem
Rückweg mit einem guten Essen abschlossen. War lecker und scharf.
Wie schon gesagt, jetzt sitzen wir auf unseren Betten und trinken afrikanischen Tee mit Milch.
Morgen vormittag gehts weiter über Kampala nach Jinja.

Hurra, es klappt und komme ins Internet

Nach einer Woche ist es endlich soweit und ich kann mal berichten. Hier muss man früh aufstehen, wenn es denn mal klappen soll. Und dazu mußten wir in Jinja noch den besten Internetstick kaufen, denn hier in dieser ländlichen Gegend ist es doch recht schwierig. Ja und wenn man den PC anschaltet und aufs Netz wartet, geht man erst mal nen Kaffee oder Tee trinken. Danach ist dann alles klar - oder auch nicht!
Darum hat alles so lang gedauert, bis dieser Blog aktualisiert werden konnte.
Mir gehts sehr gut hier und freue mich  so nah am Leben von Miriam teilhaben zu können.
Nun aber der Reihe nach.

Freitag, 28. Mai 2010

Den letzten Koffer packen.

...mitten im packen des letzten Koffers ein Gruß aus Oldenburg. Heute Nacht um 05.00 Uhr verlasse ich das Haus um mit dem Zug nach Frankfurt zu fahren. Um 12.00 Uhr ist Check in. Doch zuvor treffe ich meinen lieben Mann am Flughafen um voneinander Abschied zu nehmen.
 Da fragt sich wohl so mancher warum wir uns in Frankfurt treffen.

Vor zwei Wochen kam unser Enkel Til ins Kolner Kinder-Krankenhaus, wurde notoperiert und die 2. OP erfolgte zwei Tage später. Da die kleine Mia erst 1 Jahr und 5 Monate alt ist, fuhr ich nach Köln um sie zu versorgen, damit sich die Eltern abwechselnd bei Til Tag und Nacht aufhalten konnten. Am vergangenen Dienstag fuhr mein Mann runter, um mich abzulösen, da ja die Koffer gepackt werden mussten usw.

Hinzukam, dass ich mit Fieber, einer Angina und Bronchitis den Heimweg antrat. Nun hoffe ich, dass die Zweite Penicillingabe anschlägt und ich bis morgen "fit" bin.

Und wer mal virtuell durch Oldenburg spazierengehen möchte, kann den Link anklicken.

http://www.nwzonline.de/panorama-tour-oldenburg/

Ich verabschiede mich und melde mich aus Jinja/Uganda  wieder. Miriam holt mich in Entebbe ab, wo wir 2 Nächte bleiben. Am Montag den 31. Mai geht das Leben dann in Kingfisher weiter.

http://www.chui-tours.de/uganda-reisen/unterkuenfte-uganda/kingfisher-lodge-jinja.html

Dienstag, 25. Mai 2010

Wie schön dass Du geboren bist...

...und heute 83 Jahre alt wurdest! Ich freue mich, dass es Dich gibt und bin dankbar, dass Du meiner Mutter bist!!!
 Das sind Deine geliebten Hornveilchen!
Herzliche Segenswünsche zu Deinem Geburtstag und auch das wünsche ich Dir, dass Du in allen Alltagssituationen erfährst, dass Gott Gott ist und bleibt. Er wird auch im neuen Lebensjahr alle Deine Wege begleiten. Danke für alle Begleitung in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, bis heute!

Freitag, 14. Mai 2010

ora et labora

 "Bete, als ob alles Arbeiten nichts nützt und arbeite, als ob alles beten nichts nützt."
Dieser Satz bewegt mich heute mal wieder, da ich die Nachricht von einem lieben Menschen erhielt, der grad sehr gefrustet ist, über das Unrecht von Menschen in seinem nahen Umfeld.
 ‚Beten heißt: Sich aus der Angst der Welt aufmachen und zum Vater gehen.’ Hat Friedrich von Bodelschwingh gesagt. Beten heißt, die Welt wahrzunehmen, so wie sie ist, sich keine Illusionen zu machen über das Unrecht von Menschen, die einem nahe stehen und darüber, dass die Recht haben können, die mir so ferne sind. Und dann mit allem zu Gott gehen, mit meiner Erlösungsbedürftigkeit genauso wie mit der der Anderen. Dann kann ich in Frieden Gott bitten, dass er uns aller erlöst, uns Wege zum Frieden, zur Liebe und zur Gerechtigkeit schenkt.

Und dann darf ich das Meine tun, diese Welt zu ändern und auf Gott  vertrauen, dass das Notwendige geschieht. Etwa im Sinne von ora et labora – der alten Mönchsregel: Bete und Arbeite. Beides gehört im Leben der Gemeinde zusammen oder wie Martin Luther es ausdrückt: ‚Man muss beten, als ob alles Arbeiten nichts nützt, und arbeiten, als ob alles Beten nichts nützt.

Hier noch ein Link, der nur kurze Zeit zum runterladen kostenlos ist!!!

http://www.simplifyyourlife.de/Predigt/PR/1022/sid/GEL0346?gclid=CJbP47en0aECFQceZwod-g2FJQ#Bestellseite

Auflösung-Bilderrätsel 2

Da kam keiner drauf. Ist wohl auch schwierig, wenn man kein Oldenburger ist und dieser Blog ist halt noch nicht in "aller" Munde.

Donnerstag, 13. Mai 2010

Julchen sieht mich so

Zum Muttertag erhielt ich von Julia diese Zeichnung. Ein tolles Geschenk unserer Enkelin aus Eutin.

Fasti - Hanni Mami und Papi

Heute schickte mir Samuel dieses Video. Das Lied hatte er schon vor einiger Zeit für uns geschrieben. Hab mich ganz doll darüber gefreut. Das sind ganz besondere Geschenke! Ein Brief, ein Lied, ein Brief...sind Brücken zum Herzen der anderen.

'Les Prêtres' : Spiritus Dei

Ich freu mich über die Himmelfahrt und darüber, dass wir nicht einsam auf dieser Welt sind, sondern seit Pfingsten diesen Beistand haben! "Spiritus Dei"-"Geist Gottes"

Mittwoch, 12. Mai 2010

Die Macht der Gleichgültigkeit

Langsam hüllt sie uns ein und macht müde. Man vergisst mehr und mehr, auf welchem Fundament das eigene Leben steht, und hört die Stimme Gottes nicht mehr so deutlich. Gleichgültigkeit kann sich wie in menschlichen Beziehungen auch in unserer Gottesbeziehung breitmachen, Der Alltagsstress oder was auch immer nimmt uns so in Beschlag und die Anfangsbegeisterung, die wir vielleicht mal empfunden haben ist schon lange weg. Die aufregende Spannung, die Leidenschaft und Hingabe ist verschwunden. Doch wir werden aufgefordert, es nicht so weit kommen zu lassen. Eine Liebesbeziehung bleibt nur dann spannend und „ungewöhnlich“, wenn man Arbeit reinsteckt, sich gegenseitig beschenkt und immer wieder neu den anderen als Geschenk ansieht. So ist es auch mit der Gottesbeziehung. Bekehrung ist das eine, Nachfolge das andere. Jesus möchte echte Nachfolger aus uns machen, die leidenschaftlich ihren Glauben leben. Dach das fällt einem nicht in den Schoß, dafür muss ich mich immer wieder dem Wort Gottes aussetzen, sei es im Gebet, in der Stillen Zeit oder der Predigt.
Fazit: Schlaf nicht ein in deiner Beziehung zu Gott, sondern wirb  um ihn immer wieder neu, so wie bei der Person deines Herzens.

Dienstag, 11. Mai 2010

Dreh für einen Werbespot mit dem Circus Roncalli

Oldenburg hat was. Hier werden nicht nur Filme wie "4 Minuten", "Tatort-Krimis" gedreht, sondern auch Werbespots für Tchibo. Konnte das gestern miterleben, als ich mit dem Fahrrad unterwegs war. Dazu der Link:
http://www.gs-harlingerstrasse.de/sections/article.pl?command=read&section=%2f3211%2f3217%2f3212%2f3268&article=971
Also, wer Werbung sieht, wird das demnächst entdecken.

Sonntag, 9. Mai 2010

Post zum Muttertag von Miriam und einem 99jährigen!

unter folgendem Link ist der Liebesbrief meiner Tochter Miriam zu lesen.
http://mosesschwester.wordpress.com/2010/05/09/muttertags-regensonntagsgedanken/

Ich finde es einfach fantastisch, dass durch das Internet, die Entfernungen so schrumpfen. Wieviel Möglichkeiten gibt es doch, sich mal ganz schnell zu hören, zu sehen und sich mitteilen zu können. Miriam ist für mich ohnehin das größte "Wunder" in dieser Familie und dafür bin ich Gott so von Herzen dankbar, denn das sah alles mal  gar nicht gut aus. Mein Wunsch an Gott war, dass ich eines Tages wieder den Glanz in ihren Augen sehen kann.
Durch Miriams Blog wurde ich inspiriert, selbst einen eigenen zu gestalten um einfach von den Alltagsabenteuern zu berichten, die man auch noch mit Mitte 60 sehr wohl haben kann. Da bin ich ja noch um ein vielfaches von einem guten Freund entfernt, der in diesem Jahr 99 Jahre alt wurde. Der mit über 90 noch einmal heiratete und von dem ich in der vergangenen Woche einen Brief erhielt.
Davon einige Passagen:
Liebe Hanne....;
...wir sind nämlich nach meinem Geburtstag nach Abano Terme, Italien, zur jährlichen Kur mit Fango und Massage gefahren. Die Anreise war recht schwierig, denn wir wollten zusammen mit meinem früheren Chef nach Venedig fliegen, wo uns ein Taxi vom Hotel abholen wollte. Leider fiel der Flug wegen der großen "Staub"wolke (hat ja wirklich viel Staub aufgewirbelt) aus. Wir bekamen noch Platzkarten für eine ICE nach München, wo ein Bus uns nach Abano bringen sollte. Da bei der Bundesbahn in Harburg die Elektronik ausgefallen war, wurden alle Züge umgeleitet und hatten große Verspätung. Anstatt um 9.30 abzufahren, konnten wir erst um 11.30 nach München fahren, wo wir natürlich den Hotelbus nicht mehr erreichten. Im Münchener Reisebüro erfuhren wir, dass alle Züge nach Italien ausverkauft waren. So blieb uns nur übrig in München zu übernachten mit dem unsicherem Gefühl, auch am Sonntag keinen Platz in einem Zug nach Dadua zu bekommen. So blieb uns nichts weiter übrig mit einer Taxe nach Abano zu fahren. Die geforderten Preise begannen bei 1.300 Euro und endeten schließlich bei 800 Euro als Festpreis. So nahmen wir das Angebot an und landeten dann nachts 10 Minuter vor 12 Uhr im Hotel. Es war eine Odyssee. Das Hotel hat sich dann von sich aus mit 300 Euro an der Fahrt beteiligt.
-und jetzt kommt´s, das hat mich so beeindruckt an diesem Brief:
So erlebt man wie Gott auch die Wege lenkt und leitet. Wir sind jedenfalls für die Führung Gottes sehr dankbar...
kein Geschimpfe und kein Gejammere! Was waren da meine stundenlangen Verspätungen schon, die ich regelmäßig bei der Bahn erlebte.
...Du wirst ja nun bald nach Afrika zu Miriam fliegen. Ich wünsche Dir eine schöne Zeit mit Miriam und Gottes Bewahrung. Grüße bitte Miriam von mir...liebe Grüße K.S.

Für mich ist dieser Mann ein Wunder Gottes. Er erlebt sein 100. Lebensjahr und ist so fit im Kopf, Geist und Körper. Für mich unbegreiflich! Ein immer dankbarer Mensch!!!
Für mich ein großes Vorbild!!!

Muttertag 2010 - Ein Gruß nach Lahr an meine liebste Mama

Wenn ich ein Vöglein wär’

Brief an die Mutter aus der Ferne
(Aus dem 19. Jahrhundert)
Wenn ich nur ein Vöglein wär’,
käm’ ich zu dir geflogen,
über Berge und Täler her
mit dem Wind gezogen!
Brächte selber meinen Gruß
unter Lust und Scherzen,
gäbe dir den schönsten Kuss
froh an deinem Herzen.
Leider soll’s nicht also sein.
Hier, in weiter Ferne,
Richt ich meinen Blick allein
auf zum Herrn der Sterne.
Kindlich flehe ich ihn an
um sein treues Walten,
mög’ er dich auf deiner Bahn
lange noch erhalten!
Dir gehört mein Herz allein,
dir soll’s ewig schlagen! –
Oh, wie herrlich müsst’ es sein,
könnt’ ich’s selbst dir sagen.
Über Berge und Täler her
mit dem Wind gezogen –
wenn ich nur ein Vöglein wär’,
käm’ ich zu dir geflogen!

Ich bin Gott dankbar, dass Er Dich für mch ausgesucht hat und wir uns immer noch sehen können! Danke für all die Begleitung in den unterschiedlichsten Lebenssituationen, aber vor allem für Deine Gebete!!!
 

Samstag, 8. Mai 2010

Ohne Architekt geht´s nicht - C+M+B

bedeutet: "Christus mansionem benedicat" - Christus segne dieses Haus. Vor allem in katholisch geprägten Regionen sind diese drei Buchstaben häufig über den Hauseingängen zu lesen. Das hat nichts mit Magie oder überholtem Brauchtum zu tun. Nein, dahinter steht die feste Überzeugung, dass an Gottes Segen alles gelegen ist. In der Bibel heißt es: "Wo Gott nicht das Haus baut, arbeiten umsonst, die daran bauen" (Psalm 127,1). Wo Menschen meinen, auf Gott verzichten oder gar ihn abschaffen zu können, führt das in die Katastrophe. Das haben die beiden deutschen Diktaturen des 20, Jahrhunderts gezeigt. Gott hält aber nicht nur die Baupläne der Weltgeschichte in seinen Händen. Er möchte am Lebenshaus jedes einzelnen Menschen mitbauen. Auch an Deinem und meinem. Machen wir ihn zum Architekten! Er ist nur ein Gebet weit entfernt.

Wer hohe Türme bauen will,
muss lange beim Fundament verweilen.
Anton Bruckner
Konstanzer Kalender 2010