Freitag, 11. Juni 2010

Nun hat Daudi das Fußballfieber erwischt

Zum Geburtstag bekam am 9. Juni Daudi von mir einen Fußball erwischt. Da wir hier keine WM sehen können, hat er seinen Ball geholt und in unserm Innenhof gespielt!
den Hunden war es aber einfach zu heiß!
Na, Daudi übt schon für Nationalmannschaft

WM - WandMalerei in einer Pipibox in Uganda

...und das passend zur WM-Fussball in Südafrika.
...hier ersetzte die Handbrause die Spülung, die ich erst einmal vor der Nutzung in Anspruch nahm. Immerhin besser als manches Loch, das man treffen muss! 
Also viel Freude den Fußballfreunden!. Wir können leider nicht schauen, da wir kein Gerät, sprich Decoder haben.

Geburtstagsgrüße aus Uganda an Daniel zum 10. am 10. Juni

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:::::HAPPY♥BIRTHDAY♥TO YOU♥Daniel:::::
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Ganz herzlich gratuliere ich Dir zu Deinem 10. Geburtstag und wünsche Dir ein neues Lebensjahr mir vielen frohmachenden Tagen. Es wird ein spannendes Jahr für Dich!!!
...und das hab ich an Deinem Geburtstag erlebt:
  Am Vormittag schaute ich Miriam beim Bauen der Schnecke für die Minigolfanlage zu.
als es mir zu heiß wurde ging ich in den Schatten und konnte zusehen, wie der Pilz im Hintergrund entfernt wurde, weil Termiten den Stamm zerstört hatten.
an diesem Tag waren Kinder aus einem Waisenhaus hier zu Besuch und badeten in den Pools.
hier spaziert grade Hans-Martin Fisher mit seinem Besuch und der Dogge durch die Anlage.
danach machte ich mich in die Ecke auf, wo Miriam stundenlang mit Beton und Steinen weitergearbeitet hat.
sieht doch wirklich toll aus, oder?
Auf dem Heimweg begegnete ich dann Tieren, die Du auch kennst!
...und was die zu meckern haben!
...und was ist das? Ich esse jeden Morgen eine auf dem Toast! Diese Bäume stehen kurz vor meinem jetzigen Zuhause.
...und hier begrüßen mich zwei von den vier Hunden, die bei uns leben. Rechts neben dem Eingangstor siehst Du ein kleines Häuschen in dem sitzt nachts unser Wachmann.
auf der Terasse traf ich dann Miriam, die mit dem Motorrad schon heimgefahren war und Sarah mit ihrer Freundin Gabi. Da haben wir erst mal ein bisschen gequatscht.
auf einmal krabbelte mir dieses Räupchen die Hose hoch.
Am Abend zeigte mir Miriam das Dorf. Hier sind wir auf dem Weg dahin. Chandia kam auch mit. Es war das erste Mal, dass ich dort war. Nach dem Rundgang spielten wir alle noch Pool-Billard und hatten viel Spass. Vor allem weil Deine Großmutter, also ich,  mit Chandia eine Runde gespielt hat! Miriam ist da schon ein richtiger Profi drin.
Ja und dann kam der Heimweg. Da grad Neumond ist, konnten wir die Hand vor den Augen nicht sehen. Chandia ging voraus und ich hielt mich an Miriam fest. Wie eine Blinde ging ich dann heim. Für mich war es ein schöner aber auch sehr heißer Tag und wie war dieser Tag bei Dir?

Tod in Uganda


Tagebucheintrag vom 9. Juni
 
Das Fenster zum Nachbargrundstück
Seit zwei Tagen hörte Miriam in der Nacht lautes Stöhnen vom Nachbargrundstück. 
Heute Vormittag erfuhren wir, dass unser Nachbar in der vergangenen Nacht verstorben ist.
Sofort wurde die Arbeit in unserm Innenhof eingestellt, da sie die Ruhe gestört hätte.
 Entfernen des Putzes - die Wand wird mit Natursteinen versehen, damit die Wände nicht feucht und schmutzig werden durch den Regen.

Also wurde mit „leiser“ Arbeit weitergemacht: Hecke geschnitten, der Eingang zum Innenhof mit Putz versehen.

Als ich von meinem Spaziergang zum See zurückkam, wurde ich gefragt, ob ich mit Chandia zur Nachbarin gehen würde um unsere Anteilnahme zu bekunden. Natürlich hatte ich Fragen, wie z.B. „Wie verhalte ich mich als Weiße und Fremde?“  Sarah klärte mich auf und ich konnte ganz entspannt Chandia begleiten.

 Chandia hatte am Morgen schon Essen rübergebracht und nahm jetzt noch eine Tüte Salz (siehe Foto) mit und einen Umschlag mit Geld von uns allen.

Was ich dann erlebte hat mich total überrascht. Das ganze Dorf Bukaja war auf den Beinen zu diesem Haus. Es war für mich beeindruckend, wie viele Frauen und Männer auf diesem Grundstück schon versammelt waren. Chandia sprach mit der Witwe und erklärte mein Beisein, ja und dann saßen wir einfach über eine Stunde wortlos im Garten mit den vielen Menschen.
Der Verstorbene war ein angesehener und geachteter Mann im Dorf. Die ihn näher kannten, gingen in Gruppen zu ihm in den Raum, um sich von ihm zu verabschieden und verharrten stumm eine ganze Weile. Das änderte sich sobald seine Kinder eintrafen. Die Klagen und Schreie waren dann weithin zu hören. Je lauter geklagt wird von den Kindern, bezeugen sie dadurch, dass er ein guter Vater war. Wenn hingegen von Frau und Kindern keine Träne vergossen und nicht geklagt wird, zeigen sie dadurch, dass er kein guter Mann und Vater war.

Das Ganze dauerte die ganze Nacht hindurch bis zum nächsten Vormittag. Um 9 Uhr hörte das Klagen auf. Kurz danach war die Beerdigung im Dorf. 

Hier kann man sich auf dem Grundstück beerdigen lassen, wenn es Eigentum ist.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Das ist mein momentanes Zuhause...

...das grad im Innenhof verschönert wird. 


 Naomi, Mutter von Sarah, Sarah und der Vater Hans-Martin Fisher
vor meinem Zimmer
das bekam ich zur Begrüßung
meine Türe
mein Bett
mein Kleiderschrank
...und der Schreibtisch mit Blick auf den Innenhof.
Sarahs Veranda mit einer Lümmelcouch
das ist der Vor- und Parkplatz mit Eingang zu unserm Innenhof. Im rechten Anbau wohnt Chandia mit den Kindern. Geradeaus gehts in Miriams und mein Zimmer. Das Zimmer links neben meinem wird Büro. Links vorne ist der Trakt mit Vorratsraum, Küche und dem Wohnbereich von Sarah und Naomi. Dort befindet sich auch unsere Toilette und Dusche.
das ist die Außenspüle. Es gibt noch eine in der Küche.
hier sieht man den Eingang zur Küche, und ein Gästezimmer. Um die Ecke rum gehts in den Garten und auf die Veranda von Sarah.
vor meinem Zimmer. Ohne Kopfbedeckung geht hier nichts. Mein Hut ist aus Baumrinde.
 Hier wird alles gewaschen im Land der roten Erde.
 ...und immer wieder gibt kurz ein Unwetter und dafür umso länger keinen Strom.
dann heißt es abwarten und Tee trinken!
mit Käse überbackenes Tomatenbrot!
Oliver, der sprechende Kater liebt es im Moskitonetz zu liegen.
Motorradparkplatz vor meiner Tür
 Das ist die Gartentür. Von dort ist man schnell auf den Schienen und in Kingfisher
Miriam gibt Anweisung wie weit der Putz runter muss.
 ...und fährt zum maurern auf den Minigolfplatz von KF.
 Mittags wurden die Arbeiten eingestellt, da unser Nachbar verstorben ist.